Generalüberholung der Softwarepakete
Neue Verfallsdaten

Es kann nicht nur Zufall sein, dass die beiden Software-Riesen Microsoft und SAP dieser Tage fast gleichzeitig ihre langfristigen Absichten anpassen. Immerhin bedarf die Software beider einer Generalüberholung.

Es kann nicht nur Zufall sein, dass die beiden Software-Riesen Microsoft und SAP dieser Tage fast gleichzeitig ihre langfristigen Absichten vorstellen: Microsoft will den Support für ältere Windows-Versionen verlängern und SAP die eigenen Kernprodukte runderneuern (Codename "Vienna"). Die Software beider bedarf in der Tat einer Generalüberholung, zu viel Ballast schleppen die längst überfrachteten Programmpakete mit sich rum. Doch die weiche Ware lässt sich bekanntlich nicht über Nacht austauschen - dazu werden einfach zu viele Geschäftsprozesse damit abgebildet.

Im Falle Microsoft lässt die Ankündigung, die Unterstützung von Windows 98 und anderen älteren Versionen (kostenpflichtiger Telefonsupport und freie Sicherheitsupdates) gleich zwei Interpretationen zu: Die Kunden haben sich durchgesetzt, und/oder die Entwicklung der nächsten Windows-Version (Codename "Longhorn") ist noch nicht so weit fortgeschritten, dass eine angekündigte Markteinführung Ende 2006 als sicher gilt. Die Verbesserung von Geschwindigkeit, Sicherheit und Einbindung neuer umfangreicher Kommunikationsmechanismen ist schließlich sehr aufwendig. Mit der Markteinführung von Longhorn Ende 2006 wollte Microsoft zugleich den Support für Privatanwender von Windows XP auslaufen lassen. Die Auslegungsvariante vom Kundendruck ergibt sich aus der immer noch hohen Zahl von Nutzern der 98er und 95er Versionen von Windows: Nach verschiedenen Marktuntersuchungen sind in etwa 80 Prozent der Unternehmen zumindest noch partiell Geräte mit alten Windows-Systemen im Einsatz.

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