Genossenschaft droht das Aus
Erster BSE-Fall in Sachsen

In Sachsen gibt es einen ersten BSE-Fall und damit den 28. bundesweit. Die zuständige Bundesforschungsanstalt in Tübingen habe den entsprechenden Verdacht bei einem Rind aus einer Milchviehanlage in Freital bestätigt, teilte das Gesundheitsministerium in Dresden am Mittwoch mit.

Reuters DRESDEN. Das fünf Jahre alte Tier war am Ende Januar in Oschatz in Sachsen geschlachtet worden, ein BSE-Schnelltest hatte den Verdacht ergeben. Betroffen ist die Wurgwitzer Jungrinder Genossenschaft e.G. -Aufzucht in Freital bei Dresden. Das Tier stammt den Angaben zufolge aus einer Milchviehanlage von insgesamt 196 Tieren. Weitere 650 Jungrinder der Genossenschaft stehen vier Kilometer entfernt in einem anderen Stall.

Sachsen hatte angekündigt, dass bei einem bestätigten BSE-Fall der gesamte Bestand getötet wird. Ein Ministeriumssprecher sagte, der Krisenstab werde nun zu entscheiden haben, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang Tiere aus dem anderen Stall getötet werden müssen. Die Entscheidung solle spätestens Freitag vorliegen. Der Krisenstab werde bis dahin auch entscheiden, wo die Tiere getötet werden. In Sachsen hatte es im Januar einen ersten BSE-Verdacht gegeben, der sich aber nicht bestätigte.

Der betroffenen Genossenschaft droht nach Angaben des zuständigen Landratamtes das Aus. In dem Agrarbetrieb sind 13 Mitarbeiter beschäftigt. Der Vorsitzende der Genossenschaft, Karlheinz Rump, sprach von einer Katastrophe. Möglicherweise sei durch Tiermehl verunreinigtes Kraftfutter Ursache des BSE-Falls.

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