Genügend Interessenten für den Konzern
Berlin verhandelt nicht über Verkauf von Bankgesellschaft

Das Land Berlin führt nach Angaben des Finanzministeriums derzeit keine Verhandlungen über einen Verkauf einer Beteiligung an der Bankgesellschaft Berlin AG. Im "Platow Brief" geäußerte Spekulationen über einen Einstieg der Deutschen Bank AG seien abwegig, sagte der Sprecher von Finanzsenator Peter Kurth am Samstag.

rtr BERLIN. Das Land Berlin hält 56,6 Prozent an dem mit hohen Immobilienverlusten belasteten Bank-Konzern. Ein Sprecher der Deutschen Bank sagte: "Zu derartigen Spekulationen nehmen wir grundsätzlich keine Stellung." In Bankenkreisen hieß es, eine solche Verbindung würde wenig Sinn machen.

Im "Platow Brief" (Montagausgabe) hieß es, die Deutsche Bank, die bereits früher sämtliche Filialen der Bankgesellschaft in Brandenburg übernommen habe, habe ihre Fühler nach der Bankgesellschaft ausgestreckt. Mit einem Einstieg könnte die Frankfurter Großbank erstmals einen Fuß in das Sparkassen-Lager bekommen, hieß es in dem Bericht weiter ohne Nennung von Quellen. Zur Bankgesellschaft gehört die Landesbank Berlin (LBB) mit ihren Berliner Sparkassen. Ein Sprecher der Bankgesellschaft wollte sich zu dem Bericht nicht äußern.

Finanzsenator Kurth, der auch im Aufsichtsrat der Bankgesellschaft sitzt, hatte zuletzt in einem Zeitungsinterview erklärt, die aktuelle Krise der Bankgesellschaft dürfe nicht über die Attraktivität der Bank als Marktführer in der Region Berlin-Brandenburg hinwegtäuschen. An Interessenten für den Bank-Konzern fehle es deshalb nicht. Auch gebe es keine Veranlassung derzeit Verkaufsmöglichkeiten auszuschließen, aber "unmittelbare Verhandlungen über einen Verkauf von Anteilen gibt es nicht".

Der Bank droht für das Jahr 2000 ein Verlust von einer bis 1,5 Milliarden Euro. Diese Schätzung sei nicht unrealistisch. Man müsse aber die Sonderprüfungen bei der Bank abwarten, hatte Kurth erklärt.

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