Genug Wasser wäre da
Sizilien: Proteste wegen Wasserknappheit

Die seit Monaten andauernde Wasserknappheit auf Sizilien hat am Mittwoch erneut zu Protesten in der Insel-Hauptstadt Palermo geführt.

dpa PALERMO. Verzweifelte Menschen drangen in die Kathedrale von Palermo ein, um Maßnahmen der Behörden gegen den Wassermangel zu fordern. Bereits in den vergangenen Tagen hatten aufgebrachte Bürger aus Protest Mullcontainer auf die Straßen gekippt.

In den meisten Städten Siziliens ist das Wasser seit Monaten rationiert. Nur an wenigen Tagen im Monat fließt Wasser aus den Hähnen. Die ersatzweise Wasserverteilung mit Tankfahrzeugen gilt als ungenügend. Viele Menschen müssen das kostbare Nass zu hohen Preisen selbst kaufen. Der Handel mit Wasser wird nach Medienberichten von der Mafia kontrolliert.

Experten haben wiederholt darauf hingewiesen, dass in Sizilien eigentlich genug Wasser für alle da sei. Allerdings seien die Leitungen derart mangelhaft und schlecht gewartet, dass das meiste Wasser versickere. Zudem soll die Mafia an vielen Orten Wasser aus dem Leitungsnetz abzweigen.

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