Gephardt tritt ab
US-Demokraten auf Suche nach neuer Führung

Die Demokratische Partei in den USA ist nach der schweren Wahlschlappe vom Dienstag auf der Suche nach einer neuen Führung.

HB/dpa WASHINGTON. Der Minderheitenführer im US-Abgeordnetenhaus, Richard Gephardt, gab zwei Tage nach der Niederlage seinen Rücktritt bekannt. Als Favoritin für die Nachfolge gilt die kalifornische Abgeordnete Nancy Pelosi, die dem linken Flügel der Partei zugerechnet wird.

Sollte Pelosi gewählt werden, wäre es das höchste Kongressamt, das je von einer Frau eingenommen wurde. Pelosi wird nach Medienberichten vom Freitag von vielen Demokraten an der Basis unterstützt, die sich von ihr einen härteren Kurs gegen Präsident George W. Bush und seine Republikanische Partei erhoffen. Für Gephardts Nachfolge hat sich aber auch der texanische Abgeordnete Martin Frost beworben, der ein Vertreter der gemäßigten Mitte ist. Er warnte davor, die Partei in Zeiten, in denen die meisten Amerikaner eher konservativ eingestellt seien, nach links zu bewegen.

Gephardt hatte am Donnerstag erklärt, dass er sich nach acht Jahren nicht wieder für das Amt des Minderheitenführers bewerben werde. Der 61-Jährige deutete aber zugleich an, dass er eine Präsidentschaftskandidatur anstreben könnte. In seiner schriftlichen Erklärung hieß es dazu, in seiner Rolle als Minderheitenführer habe er nicht immer so reden können wie er gewollt habe. Nun sei er frei, den Präsidenten aus einer anderen Warte heraus anzugreifen.

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