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Geplantes Siemens-Engagement in Russland vor Schwierigkeiten

Die geplanten Großinvestitionen des Siemens-Konzerns in die russischen Maschinenbau-Industrie stehen vor neuen Schwierigkeiten.

dpa-afx MOSKAU. Die geplanten Großinvestitionen des Siemens-Konzerns in die russischen Maschinenbau-Industrie stehen vor neuen Schwierigkeiten. In Konkurrenz zu Deutschlands führendem Elektrokonzern habe auch die russische Industrieholding Basowy Element (Basic Element) ihre Absicht zur Übernahme des Turbinenbauers Power Machines (Silowyje Maschiny/PM) bekundet, teilte das Kartellamt am Montag in Moskau mit. Siemens hatte im Juli eine schrittweise Übernahme der Mehrheit an PM beantragt sowie Investitionen in Höhe von 200 Mill. Dollar (153 Mill. Euro) angekündigt.

Das Kartellamt zögert eine Entscheidung über den Siemens-Antrag seit Monaten hinaus. Hauptproblem ist nach Einschätzung von Analysten der Widerstand der russischen Regierung gegen eine Übernahme der Rüstungssparte von PM durch einen ausländischen Konzern. Siemens plant, mit dem bisherigen Mehrheitseigner von PM, Interros, ein Gemeinschaftsunternehmen zu gründen. PM erzielte im Vorjahr einen Umsatz von umgerechnet 269 Mill. Euro. Siemens hält bereits heute knapp fünf Prozent an dem Unternehmen.

Die Industrieholding Basowy Element (Aluminium) bestätigte ihr Interesse an PM, wie die Agentur Interfax meldete. Nach Medienberichten wollen sich auch die beiden staatlich kontrollierten Energiekonzerne Gasprom (Gas) und RAO EES (Strom) an der Übernahme beteiligen.

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