Geplantes Vorgehen mit allen Konsequenzen
Lebenslange Haft gegen Mörder bestätigt

Die lebenslange Haftstrafe gegen den Mörder der sechsjährigen Alexandra aus Filderstadt (Baden-Württemberg) ist rechtskräftig.

dpa KARLSRUHE. Das Landgericht Stuttgart hatte in dem Aufsehen erregenden Fall den damals 36-Jährigen im Dezember des vergangenen Jahres für schuldig befunden, das kleine Mädchen im Oktober 2000 in Filderstadt entführt, missbraucht und ermordet zu haben. Danach hatte er die Leiche auf einem Friedhof vergraben.

Der BGH konnte in dem Urteil keine Rechtsfehler erkennen. Das Landgericht hatte gegen den Mann, den es wegen Mordes, Freiheitsberaubung, schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes und Vergewaltigung verurteilte, auf die besondere Schwere der Schuld erkannt. Damit kann er nicht bereits nach 15 Jahren vorzeitig entlassen werden. (Aktenzeichen: 1 StR 124/02 - Beschluss vom 29. Mai 2002)

Das Landgericht hatte es für erwiesen gehalten, dass der Mord kein "spontanes Entgleisen" gewesen sei. Vielmehr habe es sich um ein "geplantes Vorgehen mit allen Konsequenzen" gehandelt, sagte der Vorsitzende damals in der Urteilsbegründung. Zu dem Plan habe auch gehört, dass Alexandra den sexuellen Missbrauch nicht überleben sollte. Die Verteidigung hatte damals auf die gestörte sexuelle Entwicklung ihres Mandanten und auf seine krankhafte Persönlichkeitsstruktur hingewiesen.

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