Gerät entdeckt Schwachstellen in elektronischen Schaltungen
Prüftechnik beschleunigt Chipentwicklung

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme (IMS) aus Duisburg haben System entwickelt, mit dem Funktionen der Chipsoftware schon während der Entwicklung getestet werden können.

hsn DÜSSELDORF. Nicht nur im Auto, auch in der Küche sorgen Mikrochips dafür, dass die Geräte immer komfortabler werden. So genannte anwendungsspezifische Chips (Asics) sorgen dafür dass Funktionen an Kaffeemaschine, Kühlschrank und Herd überwacht und gesteuert werden, so dass die Geräte leichter zu bedienen sind und sicher werden. Ärgerlich ist nur, wenn die Elektronik versagt. Damit dass nicht passiert, können die Hersteller ihre Chips bereits während der Entwicklung auf Herz und Nieren prüfen.

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme (IMS) aus Duisburg haben System entwickelt, mit dem Funktionen der Chipsoftware schon während der Entwicklung getestet werden können.

Bis der erste Chip hergestellt wird, vergeht viel Zeit. Vom ersten Kontakt mit dem Kunden bis zum fertigen Prototypen kommen leicht eineinhalb Jahre zusammen. "Schlimmer wird's, wenn die parallel beim Kunden entwickelte Hard- und Software am Ende mit dem Asic nicht vernünftig zusammenarbeitet", sagt Holger Kappert, Gruppenleiter am IMS. Dann können neues Chipdesign und Fertigungsschritte die Entwicklungszeit ins Endlose treiben.

Um die Entwicklungszeiten drastisch zu verkürzen, haben die IMS-Forscher einen Emulator gebaut, mit dem die Chips in jeder Phase der Entwicklung getestet werden können. Über einen an das Prüfgerät angeschlossenen PC sieht der Entwickler, in welchen Bereichen der Mikrobaustein wie gewünscht arbeitet und wo es noch hapert.

Die Entwicklungssoftware basiert auf Java, wodurch Funktionen des Chips auch aus der Ferne via Internet geprüft werden können. Die Hardware gewährleistet, dass die Aufgaben in Echtzeit verarbeitet und angezeigt werden können. "Software für den Test von Chips kommt hier nicht mit. Sie benötigt mehr Rechenzeit für die Datenverarbeitung", sagt der IMS-Forscher.

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