Gerhardt: Rot-Grün muss "unmittelbare Defizte" beseitigen
Fischer: "Zonen der Ordnungslosigkeit" nicht zulassen

Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) hat den Kampf gegen den Terrorismus als eine Auseinandersetzung mit den Grundwerten der offenen Demokratie bezeichnet. Die Friedenspolitik des 21. Jahrhunderts müsse eine "internationale Ordnungspolitik" beinhalten, sagte Fischer am Donnerstag im Bundestag in der Debatte über die Lage im Kampf gegen den Terrorismus.

afp BERLIN. "Zonen der Ordnungslosigkeit" dürften nicht mehr zugelassen werden, betonte er. Die Terroristen missbrauchten den Islam, sie seien mörderisch und totalitär. Fischer betonte, die islamischen Fundamentalisten hätten auch zum Ziel, Israel zu zerstören. Weil Deutschland in Bezug auf Israel in einer "besonderen historischen Verantwortung" stehe, müsse es sich im Kampf gegen den Terrorismus besonders engagieren.

FDP-Fraktionschef Wolfgang Gerhardt lobte die Bundesregierung für ihre Außenpolitik. Jedoch dürften die "Hausaufgaben nicht darunter leiden", sagte er weiter. Im Inneren werde zu wenig getan, so sei die Bundeswehr nach wie vor dramatisch unterfinanziert. "Unmittelbare Defizite" müssten beseitigt werden, so gebe es zum Beispiel zu wenig Beamte zur Bekämpfung der Geldwäsche. Er warnte jedoch vor dem "gläseren Menschen". Gerhardt betonte, das Bankgeheimnis schütze keine Terroristen. Er forderte mehr Details über die Zentralstelle zur Bekämpfung der Geldwäsche.

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