Gerhardt wehrt sich gegen Möllemann
Führungsstreit in der FDP

afp BERLIN/MAINZ. In der FDP brodelt erneut ein Streit um die künftige Führung. Parteichef Wolfgang Gerhardt wehrt sich gegen neue Angriffe des Vorsitzenden der nordrhein-westfälischen Liberalen, Jürgen Möllemann. Dieser hatte in der "Welt" (Dienstagausgabe) Gerhardt einmal mehr zum Verzicht auf eine Kandidatur für den Parteivorsitz auf dem Wahlparteitag im Mai 2001 gedrängt.

Gerhardt sagte der in Mainz erscheinenden "Allgemeinen Zeitung" (Dienstagausgabe), wer Personen in der eigenen Partei kritisiere, habe "immer eine Meldung" in den Medien. Er glaube nicht, dass "die Basis der FDP es als interessant empfinden wird", wenn mit Möllemanns Wortmeldungen "ausschließlich personelle Erörterungen verbunden sind". Es sei zweifelhaft ob dies die Attraktivität der FDP erhöhe. Gerhardt bekräftigte, dass er sich im Mai zur Wiederwahl stellen wird.

Westerwelle mahnt zur Ruhe

FDP-Generalsekretär Guido Westerwelle warnte seine Partei unterdessen vor inneren Zerwürfnissen. Er halte es für besser, die Kraft auf den politischen Gegner zu konzentrieren und Wahlen zu gewinnen als Personaldiskussionen zu nähren. Diese seien "im Wahlkampf nicht nützlich", betonte Westerwelle am Dienstag in Berlin mit Blick auf die Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz Ende März.

Möllemann hatte in der "Welt" betont, wenn ein «profilierter Kopf» im Mai gegen Partei- und Fraktionschef Gerhardt antrete, dann würden die Delegierten dem Modell der Arbeitsteilung mehr abgewinnen als dem der Konzentration. Möllemann fügte hinzu, er habe den «festen Eindruck», dass es Kandidaturen geben werde.

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