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Gericht entscheidet am 8. November über Abfindungsangebot bei Beiersdorf

Das Landgericht Hamburg wird am 8. November darüber entscheiden, ob das Tchibo-Konsortium allen Beiersdorf-Aktionären ein Abfindungsangebot vorlegen muss.

dpa-afx MÜNCHEN. Das Landgericht Hamburg wird am 8. November darüber entscheiden, ob das Tchibo-Konsortium allen Beiersdorf-Aktionären ein Abfindungsangebot vorlegen muss. Großaktionäre verklagen die städtische Beteiligungsgesellschaft HGV und fordern eine Abfindung von mindestens 130 Euro je Aktie, zitiert "Focus-Money" den Erik Bomans, Partner der Beratungsfirma Deminor, welche die Aktionäre vertritt. Hintergrund ist die Frage, ob HGV, Tchibo und der Beiersdorf-Pensionsfonds Troma im vergangenen Jahr ihre Aktien gebündelt hätten, um eine Übernahme von Beiersdorf durch Procter & Gamble zu verhindern.

HGV hatte von der Allianz zehn Prozent übernommen, Tchibo 20 Prozent und Troma drei Prozent. "Sobald die Käufer zusammen mindestens 30 Prozent der Anteile halten, hätten sie allen anderen Aktionären ein Pflichtangebot machen müssen", sagte Bomans der Zeitschrift. HGV-Geschäftsführer Andreas Reuß wehrt den Vorwurf ab und spricht von einem Parallel-Erwerb. Dabei stützt er sich auf eine interne Untersuchung des Bundesaufsichtsamts für Finanzdienstleistungen (BaFin), die keine Beweise für ein abgestimmtes Verhalten der Erwerber erkennen konnte. Beiersdorf wollte sich zu dem Verfahren nicht äußern.

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