Gericht lässt Betrieb nicht zu
Napster kriegt Technikprobleme nicht in den Griff

Die umstrittene Musiktauschbörse Napster muss nach Auflage einer US-Bundesrichterin weiter geschlossen bleiben. Das Unternehmen will in die Berufung gehen.

dpa SAN FRANCISCO. Napster dürfe erst wieder den Betrieb aufnehmen, wenn sichergestellt sei, dass copyright-geschützte Musikstücke zu 100 % herausgefiltert werden, entschied Richterin Marilyn Patel am Mittwoch (Ortszeit) in San Francisco.

Die Tauschbörse will gegen die Auflage Berufung einlegen, teilte Napster in einer Stellungnahme mit. Durch den Einsatz neuer Technologie sei bereits sichergestellt, dass urheberrechtlich geschützte Songs zu 99 % aus dem Angebot herausgefiltert werden.

Napster hatte vor rund zehn Tagen das Musikangebot selbst vom Netz genommen, um nach eigenen Angaben eine neue Filter-Software zu installieren. "Ich bin sehr stolz darauf, was das Napster-Team in der Entwicklung der Technologie geleistet hat", sagte Napster-Chef Hank Barry. Noch in diesem Sommer will das Unternehmen mit einem kostenpflichtigen Tauschangebot wieder ins Netz gehen.

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