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Gericht verschafft Napster Atempause

dpa LOS ANGELES. Die Internet-Musiktauschbörse Napster hat vor Gericht einen Teilerfolg errungen, der ihr eine Atempause verschafft. US-Bundesrichterin Marylin Hall Patel entschied nach Medienberichten vom Samstag, dass es Aufgabe der Musikindustrie sei, bei der Identifizierung urheberrechtlich geschützter Musikstücke zu helfen.

Im März hatte Patel in ihrer einstweiligen Verfügung angeordnet, dass Napster den ungehinderten Zugang zu lizenzierten Songs verhindern muss. Dies erweist sich jedoch als schwierig, weil die Fans der Tauschbörse die Namen der gesuchten Titel leicht variieren und ihn so weiterhin problemlos aus dem Netz herunterladen können.

Napster erklärte, es brauche von der Musikindustrie deshalb nicht nur den Namen, sondern zumindest einen Dateinamen zu Identifizierung, um die Auflage zu erfüllen. Patel gab Napster indirekt Recht, indem sie der Musikindustrie vorwarf, es sich zu leicht zu machen.

Nach eigenen Angaben hat Napster bereits mehr als 1,7 Mill. Musikdateien gesperrt. Die Vereinigung der amerikanischen Musikindustrie (RIAA) wirft Napster dagegen weiter vor, dass die meisten urheberrechtlich geschützten Titel noch immer verfügbar seien.

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