Gerichtliche Schritte gegen die Entscheidung möglich
Telekom erleidet Schlappe im Markenstreik

In einem Namensstreit der Deutschen Telekom mit dem Computerdienstleister t3 medien hat der Bonner Konzern am Freitag eine juristische Niederlage erlitten. Das Kölner Landgericht verurteilte die Telekom dazu, die Marke "T3" zu löschen.

dpa-afx KÖLN. Die Telekom kündigte an, gegen diese Entscheidung gerichtliche Schritte zu prüfen. Die Internet-Agentur t3 medien hatte auf Löschung der Marke geklagt, weil die Gefahr einer Irreführung bestehe und sie diesem Namensbestandteil bereits mehrere Jahre vor der Telekom eingeführt habe. Nach Ansicht des Gerichtes ergibt sich "wegen des der Zeichenfolge t3 innewohnenden Fantasiegehalts eine unmittelbare Verwechslungsgefahr."

Nach Ansicht der Telekom ist das "T" dagegen ein wichtiger Bestandteil ihrer verschiedenen Marken - die bekanntesten sind T-Mobile, T-Online, T-Systems oder T-Medien. Experten taxieren den Markenwert auf einen zweistelligen Milliarden-Betrag. Mit hohem Kosten- und Werbeaufwand seien die "T-Marken" beim Verbraucher bekannt gemacht worden.

Konzernsprecher Ulrich Lissek nannte die Entscheidung einen "hoch-interessanten Sachverhalt". t3 medien habe ihre Marke erst 1998 schützen lassen, die Telekom dagegen schon viel früher. Die Markenphilosophie des Unternehmens müsse gewahrt bleiben, betonte Lissek.

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