Gerichtsprozess frühestes im Herbst 2003
Langwierige Ermittlungen gegen Pixelnet-Gründer

Nach der Festnahme des Pixelnet-Gründers Matthias Sawatzky rechnet die Staatsanwaltschaft Landshut mit langwierigen Ermittlungen.

HB/dpa TIEFENBACH/LANDSHUT. Ein möglicher Gerichtsprozess gegen den 58-Jährigen könne wohl frühestens im Herbst 2003 beginnen, sagte Oberstaatsanwalt Alfons Obermeier am Montag. "Derzeit laufen die Auswertungen der Unterlagen auf Hochtouren." Allein diese Arbeiten würden voraussichtlich rund drei Monate dauern. Das beschlagnahmte Material werde auf Verstöße in alle Richtungen durchforstet.

Wegen des Verdachts des Kursbetruges beim Börsengang der inzwischen insolventen Pixelnet AG hatte die Polizei am vergangenen Donnerstag mehr als 40 Wohnungen, Banken und Büros in sechs Bundesländern durchsucht. Sawatzky wird verdächtigt, mit Scheinrechnungen die Bilanzen geschönt und so die Anleger vor der Erstnotierung des Unternehmens getäuscht zu haben. Bei der Ausgabe der Aktien hätten Anleger 46 Millionen Euro investiert. Dem 58- jährigen Unternehmensgründer und fast 20 weiteren Verdächtigen werden Kapitalanlagebetrug, Kursbetrug und Steuerhinterziehung vorgeworfen.

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