Gerichtsurteil
Bahn muss wegen Toiletten-Notstands zahlen

Wegen eines Toiletten-Notstands in einem ICE muss die Deutsche Bahn 300 ? Schmerzensgeld an einen Bahnreisenden zahlen.

dpa FRANKFURT/MAIN. Das entschied das Amtsgericht Frankfurt am Donnerstag (Az: 32 C 261/01-84). In einem voll besetzten ICE waren im Sommer 2000 alle Toiletten bis auf eine wegen Wassermangels abgeschlossen. Das Gericht sah darin einen Organisationsfehler der Bahn. Das körperliche Wohlbefinden des Reisenden, ein Rechtsanwalt aus München, sei beeinträchtigt worden, weil er zwei Stunden lang seinem Bedürfnis nicht habe nachkommen können.

Eine Toilette habe für die vielen Zugreisenden bei weitem nicht ausgereicht, begründete das Gericht seine Entscheidung. Es sei offenbar vergessen worden, Wasser für die Versorgung der Toiletten aufzufüllen, hieß es.

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