Gerichtsurteil
Weitere Haftstrafen im Flowtex-Prozess verhängt

Im zweiten Prozess um die Flowtex-Betrugsaffäre ist am Dienstag der Manager Matthias Schmider zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und zehn Monaten verurteilt worden.

Reuters MANNHEIM. Das Mannheimer Landgericht befand Schmider am Dienstag für schuldig, mit seiner Firma Powerdrill einen Schaden von 50 Mill. Euro verursacht zu haben. Außerdem sei er am Betrug seines von seinem Bruder Manfred betriebenen Unternehmens Flowtex beteiligt gewesen. Das Gericht wertete Straftaten in 31 Fällen als Betrug oder als Beihilfe zum bandenmäßigen Betrug. Mit dem Urteil blieb das Gericht unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die achteinhalb Jahre Haft gefordert hatte. Schmiders Anwalt hatte auf ein Strafmaß unter sechseinhalb Jahren plädiert.

Manfred Schmider war im Dezember wegen Betrugs zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Durch Scheingeschäfte mit nicht existierenden Horizontal-Bohrsystemen war ein Gesamtschaden von rund zwei Mrd. Euro entstanden. Der Flowtex-Betrug gilt als eines der größten Wirtschaftsverbrechen in der deutschen Nachkriegsgeschichte.

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