Geringe Beteiligung
Kommunalwahlen in Niedersachsen beginnen schleppend

Nur wenige Wahlberechtigte kamen am Morgen in die Wahllokale. Im Spannung wird der Ausgang der Wahl in Hannover erwartet, wo CDU-Kandidatin Rita Pawelski den seit 29 Jahren amtierenden Oberbürgermeister Schmalstieg herausfordert.

dpa HANNOVER. Die Kommunalwahlen in Niedersachsen haben am Sonntag bei Regen und Sturm nur schleppend begonnen. Bis 10.00 Uhr gaben landesweit lediglich 6,4 % der rund 6,34 Mill. Wahlberechtigten ihre Stimme ab, sagte Hans-Jürgen Kegler vom Landeswahlamt. Als schlechtes Zeichen für die Gesamtwahlbeteiligung sei diese erste Zahl aber nicht zu werten. Bei den Kommunalwahlen vor fünf Jahren hatte die Beteiligung mit nur 64,5 % einen historischen Tiefstand erreicht.

Landtagspräsident Rolf Wernstedt (SPD) forderte die Niedersachsen am Sonntag eindringlich auf, zur Wahl zu gehen. Nichtwähler würden kleine und radikale Parteien stärken, sagte er. 2239 Stadt- und Gemeinderäte sowie Kreistage sind in den Kommunen neu zu besetzen. 218 Bürgermeister und Landräte werden in direkter Wahl bestimmt.

Mit Spannung wird der Ausgang der Oberbürgermeister-Wahlen in den Städten Hannover, Braunschweig und Oldenburg erwartet. In der Landeshauptstadt versucht die 52 Jahre alte Landtagsabgeordnete Rita Pawelski (CDU) zum zweiten Mal, den seit 29 Jahren amtierenden Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg (SPD) zu stürzen.

Bei den Kommunalwahlen 1996 wurde die CDU mit landesweit 41,7 % stärkste Partei vor der SPD mit 38,5 %. Es folgten die Grünen mit 9,0 und die FDP mit 4,6 %. Bei der Landtagswahl 1998 hatte die SPD mit 47,9 % die absolute Mehrheit der Mandate erreicht. Die CDU war auf 35,9 % gekommen.l

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