Geringe Eigenkapitalquote und begrenzte Kurschancen
Rinol: Abgehoben

Einen typischen Turn-around-Gewinn können sich Anleger in die Tasche stecken, die auf eine Ertragswende bei Rinol gesetzt haben. Nach einem Nettoverlust von 18,3 Millionen Euro im Jahr 2000 schaffte der Industriebödenhersteller im vergangenen Jahr wieder einen Gewinn von 6,3 Millionen Euro.

DÜSSELDORF. In der Relativen-Stärke-Tabelle der WirtschaftsWoche brachte das der Aktie mit einem Kursplus von 20 Prozent allein in der vergangenen Woche einen Sprung von Platz 36 auf Platz 6. Seit dem Tief im vergangenen September hat sich der Kurs nun beinahe verdoppelt. Gründe für die gute Performance: Das noch nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) bilanzierende Unternehmen weist für 2001 einen Gewinn je Aktie von 1,01 Euro aus. Das entspricht einem KGV von nur fünf. Der Börsenwert macht nur ein Zwölftel des Jahresumsatzes aus. Allerdings lastet auf Rinol zum einem der Malus, im Jahr 2000 die Investorengemeinde mit Verlusten völlig überrascht und damit an Vertrauen verloren zu haben. Zudem bereitet die Bilanz Sorgen: Die Eigenkapitalquote beträgt im Konzern nur noch 12,8 Prozent. Grund sind Firmenwertabschreibungen der vergangenen Jahre, die gegen die Kapitalrücklage verrechnet wurden. Auf kurz oder lang dürfte Rinol frisches Eigenkapital benötigen. Die Kurschancen sind deshalb begrenzt.

Quelle: Wirtschaftswoche

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