Geringe Investitionsbereitschaft
Bilfinger-Chef sieht vorerst kein Ende der Baukrise

Der Vorstandschef von Deutschlands zweitgrößtem Baukonzern Bilfinger Berger sieht die seit Jahren leidgeprüfte Branche noch längere Zeit in der Krise.

Reuters FRANKFURT. Eine Belebung des Wirtschaftszweigs selbst für das Jahr 2004 zu erwarten, halte er für zu optimistisch, sagte Herbert Bogner am Donnerstag in Frankfurt am Rande einer Veranstaltung zum Thema Privatisierung bei Städten und Gemeinden. Die schwache Baukonjunktur dämpft seit Jahren die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Auch zum Jahresbeginn 2003 war die geringe Investitionsbereitschaft in dieser Branche maßgeblicher Grund für die insgesamt schlechte Konjunkturentwicklung.

Die rückläufigen Bauinvestitionen träfen auch Bilfinger Berger, sagte Bogner. Das Mannheimer Unternehmen erwirtschaftet zwar nur rund ein Viertel seines Konzernumsatzes mit dem inländischen Baugeschäft, "aber es ist trotzdem schmerzlich", sagte Bogner.

Für das Gesamtjahr 2003 erwartet Bilfinger Berger vor allem dank seines florierenden Auslandsgeschäfts und der starken Position bei Dienstleistungen eine Steigerung von operativem Gewinn und Konzernleistung.Nach bislang vorgelegten Geschäftszahlen steigerte Bilfinger Berger im ersten Quartal seine Leistung um 21 % auf 1,15 Mrd. ?. Der Auftragseingang lag im Konzern mit knapp 1,5 Mrd. ? zwei Prozent höher als ein Jahr zuvor. Die Veröffentlichung seiner Ertragszahlen für den Zeitraum Januar bis März hat das Unternehmen für kommenden Mittwoch angekündigt.

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