Geringe Umsätze
Neuer Markt im freien Fall: Index verliert 5,5 Prozent

Zum Wochenausklang hat sich der Neue Markt in Frankfurt erneut von nachgebenden Kursen an der US-Technologiebörse Nasdaq nach unten ziehen lassen. Der Nemax 50 gab dabei am Freitag um 5,50 Prozent auf 1.968,27 Zähler ab und schloss erstmals in diesem Jahr unter der Marke von 2.000 Punkten. Der marktbreitere Nemax-All-Share notierte am Abend 4,10 % leichter bei 2.100,90 Zählern.

dpa FRANKFURT/M. Wie bereits in der gesamten Woche seien die Umsätze gering und der Handel orientierungslos gewesen, sagte ein Händler einer großen Bank. Unverändert sei die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer ausschließlich auf die US-Technologiebörse Nasdaq gerichtet.

Im Nemax verzeichneten die Aktien des Kabelnetzbetreibers PrimaCom bis zuletzt starke Aufschläge, nachdem die Deutsche Telekom ihren Abschied aus dem Kreis der Kabelnetzbetreiber bekannt gegeben hatte. Um 9,77 % verteuerten sich die Papiere auf 13,60 Euro, weil sich nach Ansicht der Anleger mit dem Ausstieg des ehemaligen Monopolisten die Aussichten für das kleinere Unternehmen verbessern.

Die Aktien der Direkt Anlage Bank (DAB) trugen zeitweise die Rote Laterne im Nemax 50, nachdem eine Anlegerzeitschrift zum Verkauf der Papiere geraten hatte. Bis zum Abend verbilligten sich die Papiere um 15,18 % auf 27,10 Euro. Andere Direktbanken verloren ebenfalls: Consors sanken um 9,44% auf 27,35 Euro und Comdirect Bank büßten 3,49% auf 14,65 Euro ein.

Die Aktie von Lycos Europe gewannen dagegen 1,38 % auf 2,86 Euro. Im Streit mit Spray Ventures über den Kaufpreis für die Tochter Spray Network hat sich das Internet-Portal auf einen Preisnachlass von 20 % geeinigt.

Zum letzten Mal standen am Neuen Markt die Aktien von Gigabell unter Druck, denn ab Montag dürfen sie nicht mehr am Frankfurter Wachstumssegment gehandelt werden. Die Deutsche Börse AG hatte die Zulassung auf Notierung am Wachstumssegment am Donnerstag entzogen. Die Wertpapiere rutschten um 18,92 % in den Keller und kosteten noch 0,30 Euro.

Insolvenzverwalter Dirk Pfeil hat unterdessen kein Interesse an einer Notierung der Aktie am Geregelten Markt. Er werde "nicht das Geld der Gläubiger aufwenden, damit mit der Aktie gezockt" werden könne, sagte er.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%