Geringe Umsätze
Neuer Markt präsentiert sich schwächer

Der Frankfurter Neue Markt hat sich am Dienstagmittag Händlern zufolge aufgrund von Gewinnmitnahmen nach den Kurssteigerungen der vergangenen Tage schwächer präsentiert. Insgesamt herrsche am Markt eine abwartende Haltung, hieß es.

Reuters FRANKFURT. Der alle Werte des Wachstumssegments umfassende Nemax-All-Share lag bis gegen 11.45 Uhr 3,26 % im Minus bei 3 258,86 Punkten und der Blue-Chip-Index Nemax-50 tendierte 3,84 % schwächer bei 3 414,85 Zählern. Unter den Standardwerten standen ebenfalls die Technologiewerte unter Druck.

Die Umsätze seien gering, sagte ein Frankfurter Börsianer. Die institutionellen Anleger hielten sich deutlich zurück. Der Markt müsse die Entwicklung der vergangenen Tage erst einmal verdauen, bevor er weiter zulegen könne, ergänzte ein Kollege. Peter Klostermeyer, Analyst bei Value Management & Research, sieht für den Neuen Markt noch Aufwärtspotenzial.

Bis zum Jahresende könne der Nemax-All-Share auf bis zu 4 500 Punkte zulegen. Die Gefahr von größeren Einbrüchen bestehe dagegen kaum. Der Index habe bei 2900 Punkten seinen Boden gefunden. Klostermeyer begründete seine Einschätzung mit der Aussicht auf stabile US-Zinsen. Die amerikanische Notenbank dürfte wohl nicht den Amtsantritt des neuen US-Präsidenten mit einer Zinserhöhung überschatten wollen.

Eine Prognose für die weitere Entwicklung wollten Marktteilnehmer nicht abgeben. Angesichts der geringen Umsätze sei eine Vorhersage extrem schwierig. Wahrscheinlich werde der deutsche Markt der Bewegung der Nasdaq folgen. Der Terminkontrakt auf den US-Technologieindex deutet mit einem Minus von 28 Punkten auf eine leichtere Eröffnung in New York hin.

Im Mittelpunkt des Interesses standen Händlern zufolge erneut EM.TV, die um 17,52 % auf 18,50 Euro abrutschten. Bereits am Montag kursierten Gerüchte, wonach das Unternehmen zahlungsunfähig sei. Experten halten dies für unwahrscheinlich, rechnen allerdings mit einer bevorstehenden Gewinnwarnung. Größter Verlierer im Markt waren nach der Vorlage von Geschäftszahlen mit einem Minus von 22,09 % auf 6,35 Euro Sachsenring.



Jahreshoch bei Eurofins

Große Aufmerksamkeit zogen auch Eurofins auf sich. Der Hersteller von BSE-Tests hatte in den vergangenen Tagen bereits kräftig hinzugewonnen und markierte am Vormittag ein Jahreshoch bei 63,00 Euro. Zuletzt tendierte der Titel 0,89 % fester bei 50,95 Euro.

Im Zuge der BSE-Diskussion legten die meisten Biotech-Titel zu, sagten Händler. Dabei spiele es keine Rolle, ob das Unternehmen Produkte im Zusammenhang mit Tests zur Erkennung der Rinderseuche BSE im Angebot habe oder nicht.

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