Geringe Umsätze und niedriges Handelsvolumen
Neuer Markt legt "Rückwärtsgang" ein

Zwei Stunden vor Börsenschluss lag der Nemax 50 mit 0,88 % auf 2 784 Zähler im Minus.

dpa FRANKFURT/MAIN. Die Anleger am Frankfurter Neuen Markt haben am Mittwoch vergeblich auf einen Nachschlag nach den Feiertagen gewartet. Bei geringen Umsätzen und niedrigem Handelsvolumen gab der Neue Markt frühe Gewinne rasch wieder ab und notierte phasenweise mit über zwei Prozent im Minus. Erst im Zuge einer festen Eröffnung der technologielastigen NASDAQ an der New Yorker Wall Street gingen die Verluste wieder zurück. Zwei Stunden vor Börsenschluss lag der Nemax 50 mit 0,88 % auf 2 784 Zähler im Minus. Der alle Werte umfassende Nemax All-Share verlor 1,27 % auf 2 686 Punkte.

Der Neue Markt habe zwischenzeitlich wieder den "Rückwärtsgang" eingelegt, kommentierte Albert Rapp, Händler bei der Düsseldorfer Investmentbank Trinkhaus & Burkhardt, den Tagesverlauf. Es gebe keine marktentscheidenden Impulse, lediglich Einzelbewegungen prägten den Markt. Anleger zeigten "keine Kaufneigung", sondern eher eine "Verkaufsneigung" und bei geringem Umsätzen würden diese kleinen Verkaufsorders die Kurse ordentlich nach unten drücken.

Katerstimmung bei T-Online schon vor Neujahr: Der Kurs rutschte phasenweise sogar auf das neue Allzeittief von 12,30 Euro ab, konnte sich aber wieder etwas erholen und notierte bei 12,40 Euro, ein Minus von 5,92 %. Einen genauen Grund gebe es für den Abstieg der Telekom-Tochter nicht, sagte Rapp. Allerdings werde der Kurs von börsentechnisch bedingten Verkäufen institutioneller Anleger belastet.

Ebenfalls ein neues Jahrestief markierte der seit Wochen angeschlagene einstige Anlegerliebling EM.TV . Nach dem angekündigten Rücktritt von Vorstand Ulrich Goebel bestätigte der Münchner Filmlizenzhändler auf Anfrage auch die Durchsuchung des Firmensitzes durch die Staatsanwaltschaft. Dabei seien auch Unterlagen mitgenommen sowie einige Personen vernommen worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf Insiderhandel. Die Aktie fiel um 8,46 % auf 5,30 Euro.

Dagegen erfreute das Papier der Helkon Media AG am Mittwoch die nach den Feiertagen noch sehr müden Anleger. Das Lizenzhandels- und Filmproduktionsunternehmen hatte schon vor Handelsbeginn mitgeteilt, dass im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres bei höherem Umsatz unter dem Strich tiefschwarze Zahlen erwirtschaftet worden seien. Das Papier stieg in der Folge um 45,70 % auf 14,57 Euro.

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