Geringe Umsätze
Wachstumswerte am Neuen Markt schwächer

Händler machten für die Kaufzurückhaltung vor allem die seit Tagen anhaltende Berg- und Talfahrt der US-Börsen verantwortlich.

Reuters FRANKFURT. Bei geringen Umsätzen und wenig Kaufanreizen hat sich der Frankfurter Neuen Markt am Donnerstagmittag im Vorfeld der Bekanntgabe der US-Arbeitslosenanträge schwächer präsentiert. Wie auch schon in den vergangenen Tagen hielten sich vor allem institutionelle Anleger mit größeren Aufträgen zurück, sagte ein Händler.

Der alle Werte umfassende Nemax-All-Share-Index gab bis gegen 13.00 Uhr MESZ um 1,26 % auf 5 094 Punkte nach. Das Blue-Chip-Barometer Nemax-50 verlor 1,9 % auf 5628 Zähler.

Händler machten für die Kaufzurückhaltung vor allem die seit Tagen anhaltende Berg- und Talfahrt der US-Börsen verantwortlich. Solange kein klarer Trend erkennbar sei, in welche Richtung sich der Markt über einen längeren Zeitraum bewege, hielten sich speziell größere Investoren mit ihren Anlageentscheidungen zurück, hieß es. Für Verunsicherung sorgten zudem Spekulationen über einen möglichen Zinsschritt der amerikanischen Notenbank Fed. Diese wird am 22. August über die künftige US-Zinspolitik beraten.

Für den weiteren Handelsverlauf seien die am Nachmittag anstehenden US-Arbeitslosenanträge für die Woche zum 12. August von Interesse, hieß es. Diese sollen weiteren Aufschluss über die Verfassung der US-Wirtschaft geben. Der Nasdaq-Future deutet indes mit minus 18 Punkten auf eine schwächere Eröffnung der US-Technologiebörse Nasdaq hin.

Am Vormittag gaben eine Reihe von Unternehmen am Neuen Markt ihre Quartalsergebnisse bekannt. Nach einem weiteren Abrutschen in die Verlustzone gaben die Papiere von Amatech über neun Prozent auf 33 Euro nach. Unter Abgabedruck standen auch die Titel von Teamwork, 7,30 % auf 14,60 Euro abgaben. Das Unternehmen gab eine Umsatzsteigerung im Halbjahr von 136 % bekannt, hatte aber bereits im Juli seine Umsatzprognosen für das Gesamtjahr 2000 nach unten korrigiert.



GPSC Biotech mit 8 Prozent im Minus

GPC Biotech präsentierten sich ebenfalls mit minus acht Prozent auf 44,50 Euro leichter. Das Biotechnologieunternehmen hatte am Vormittag bei steigenden Umsätzen eine Ausweitung der Verluste bekannt gegeben. Im Zug der in die Höhe schnellenden Gebote bei der Versteigerung der UMTS-Mobilfunklizenzen gaben die Papiere von Mobilcom 7,8 % auf 106 Euro nach. Die Anleger fragten sich angesichts der immensen Summe, die für den Erwerb einer UMTS-Lizenz auszugegeben sei, ob Mobilcom die Ausgaben jemals wieder einspielen könne, sagte ein Händler.

Gegen den Markttrend stiegen die Aktien der Plenum AG um neun Prozent auf rund 16 Euro. Der Anbieter von Informationstechnologie-Lösungen hatte seine Planzahlen für das Gesamtjahr angehoben. Im Zuge guter Geschäftszahlen verteuerten sich auch die Papiere von I-D Media um 7,7 % auf 45,50 Euro. Die Titel von GFT Technologies zeigten sich nach einer erneuten Anhebung der Umsatzprognosen für 2000 um 2,2 % auf 70,50 Euro fester.

Ausgesprochen rege habe sich im vorbörslichen Handel per Erscheinen das Geschäft bei Blue C gestaltet. Auf gegenüber dem Vortag kaum verändertem Niveau seien bis zum Mittag bereits über 30 000 Aktien umgegangen, sagte ein Händler der Börsenmakler Schnigge AG. Auch für den Fall, dass die Nachfrage abebbe, sei die Taxe von 13 zu 13,50 Euro nicht wirklich in Gefahr, da genügend Kauforder vorlägen. Dagegen habe sich der Handel in Electronics Line ruhig gezeigt. Die Titel seien kaum verändert bei 21,30 zu 22,40 Euro gestellt worden und taxierten damit weiter über der Bookbuilding-Spanne von 16,50 bis 19,50 Euro.

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