Geringe Wahlbeteiligung
Aristide wird Präsidentenwahl in Haiti gewinnen

ap PORT-AU-PRINCE. Der frühere Präsident von Haiti, Jean-Bertrand Aristide, hat nach Einschätzung politischer Beobachter die Präsidentenwahl vom Sonntag gewonnen. Schon vor der Bekanntgabe erster Ergebnisse, mit der im Laufe des Montags gerechnet wurde, galt ein Sieg Aristides über seine sechs weitgehend unbekannten Mitbewerber als sicher. Die größten Oppositionsparteien hatten die Wahl wegen befürchteter Manipulationen boykottiert. Die Wahlbeteiligung war offenbar so gering, dass einige Wahllokale in der Hauptstadt Port-au-Prince vorzeitig geschlossen wurden.

Aufgrund geringer Wahlbeteiligung schlossen einige Lokale früher

In Tabarre, dem Wohnort Artistides, gingen im Laufe einer Stunde nur drei Wähler an die Urne. Im Bezirk Nordwest hatten acht Stunden nach Öffnung der Wahllokale lediglich 5 000 von 200 000 Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, wie Wahlhelfer im Rundfunk berichteten. Der frühere Präsident Leslie Manigat wertete die extrem niedrige Wahlbeteiligung als politische Niederlage für Aristide. Sie habe den Mythos seiner Popularität platzen lassen.

Alter und neuer Präsident Aristide

Aristide war der erste frei gewählte Präsident des Landes. Er wurde 1991 mit einem Militärputsch gestürzt und kam 1994 zurück an die Macht, bevor er 1996 das Amt an Rene Preval abgab. Die regierende Lavalas-Partei von Aristide hatte bereits bei den Kommunal- und Parlamentswahlen in diesem Jahr laut offiziellem Ergebnis etwa 80 % der Stimmen erhalten.

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