Geringe Wahlbeteiligung bei hessischen Kommunalwahlen
Wiederwahl von Roth in Frankfurt noch nicht sicher

Bei den Kommunalwahlen in Hessen hat sich die Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) einer Prognose zufolge zunächst nicht wie erwartet klar im ersten Wahlgang durchsetzen können.

afp WIESBADEN. Bei den Kommunalwahlen in Hessen hat sich die Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) einer Prognose zufolge zunächst nicht wie erwartet klar im ersten Wahlgang durchsetzen können. Laut der am Sonntag kurz nach 18.00 Uhr veröffentlichen Prognose von Infratest dimap kommt die 56-Jährige auf 51 Prozent der Stimmen, ihr SPD-Herausforderer Achim Vandreike erreicht demnach nur 34,5 Prozent. Die Grünen-Kandidatin Jutta Ebeling kommt auf 8,5 Prozent. Umfragen hatten die CDU-Politikerin im Vorfeld der Wahl sehr viel deutlicher in Führung gesehen. Roth steht seit 1995 an der Spitze der Mainmetropole.

Unterdessen deutete sich eine sehr geringe Wahlbeteiligung bei den Kommunalwahlen an. So gingen etwa in Wiesbaden bis 17.00 Uhr nur 40,9 Prozent der Wähler zu den Urnen. Vor vier Jahren lag die Wahlbeteiligung bei 50,1 Prozent. In Fulda gaben bis 17.00 Uhr lediglich 36,5 Prozent ihre Stimmen ab, im Vergleich zu 53,7 Prozent 1997. Bei der vorangegangenen Kommunalwahl 1997 lag die Wahlbeteiligung landesweit bei 66 Prozent. Bei der Wahl zu den Kommunalparlamenten galt erstmals ein neues Wahlrecht: Es räumte den Wahlberechtigten die Möglichkeiten des «Kumulierens» und «Panaschierens» ein, wodurch sie ihre Stimmen auf verschiedene Kandidaten verteilen können.

Erst in einigen Tagen amtliches Endergebnis

In Kassel ergab eine erste Prognose für den Ausgang der Kommunalwahlen bei den großen Parteien kaum eine Veränderung in der Zusammensetzung der Stadtverordnetenversammlung. Der Prognose von Infratest dimap zufolge kommt die CDU auf 33,5 Prozent der Stimmen, die SPD auf 37 Prozernt. Die Grünen erhalten demnach fünf Prozent, die PDS erreicht vier Prozent der Stimmen.

Landesweit waren in Hessen rund 4,6 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, in 21 Landkreisen und 425 Gemeinden die Parlamente neu zu bestimmen. Der Urnengang galt vor allem als Stimmungstest für den hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU), der wegen der Finanzaffäre seines Landesverbandes im vergangenen Jahr erheblich unter Druck geraten war. Wegen des komplizierten Wahlrechts wird erst einige Tage nach der Wahl mit einem vorläufigen amtlichen Endergebnis gerechnet.

Provisorische Wahl im Internet

Die Wähler konnten auf der Internet-Homepage des Landes Probewahlzettel ausfüllen.

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