Geringere Überschussbeteiligung angekündigt
AMB-Generali-Aktionäre können mit Ausschüttung rechnen

Die AMB Generali Holding will ihren Aktionären trotz des schwachen Ergebnisses 2002 voraussichtlich eine Dividende zahlen.

Reuters AACHEN. "Trotz der außerordentlich schlechten Situation am Kapitalmarkt sehe ich gute Chancen für eine Dividendenzahlung an unsere Aktionäre", sagte AMB-Chef Walter Thießen in einem Interview mit der "Börsen-Zeitung" (Dienstagausgabe). Im Vorjahr hatte der drittgrößte Erstversicherer in Deutschland eine Dividende in Höhe von 1,35 Euro je Aktie gezahlt.

Der zum italienischen Versicherer Generali gehörende Konzern hatte in der vergangenen Woche nach einem Verlust im dritten Quartal seinen Ergebnisausblick für das Gesamtjahr nach unten korrigiert. Auf Grund der Einbrüche an den Kapitalmärkten rechnet AMB für 2002 nun mit einem deutlich geringeren Konzernergebnis als den im Vorjahr erzielten 316 Millionen Euro.

Thießen erwartet in den kommenden Jahren eine Konsolidierung bei den deutschen Lebensversicherern und zeigte sich vor diesem Hintergrund an Zukäufen interessiert. Wegen der Integrationskosten seien Akquisitionen ab einer Größenordnung von 250 Millionen Euro Beitragsvolumen sinnvoll. "Lieber wären mir zwei Milliarden Euro", sagte Thießen der "Börsen-Zeitung". "Ich denke, diese Möglichkeiten in einer gewissen Spannbreite werden sich ergeben." Die AMB Generali habe mit der Integration von Unternehmen bereits Erfolge erzielt. Die AMB werde zu den Konzernen gehören, die auch in starken Schüben wachsen können.

Thießen kündigte für das nächste Jahr eine Senkung der Überschussbeteiligung in der Lebensversicherung an. "Ich kann mir dabei nicht vorstellen, dass alle unsere Gesellschaften eine Fünf vor dem Komma haben werden - eine Entwicklung übrigens, die ich auch für die Branche sehe."

AMB Generali hatte für das dritte Quartal 2002 in der vergangenen Woche einen Konzernverlust von 150 Millionen Euro ausgewiesen nach knapp 80 Millionen Euro Gewinn im Vorjahreszeitraum. In den ersten neun Monaten sank der Konzerngewinn nach Steuern damit auf fünf Millionen Euro von zuvor 234 Millionen Euro. Trotz des Einbruchs an den Kapitalmärkten werde 2002 voraussichtlich ein Gewinn erzielt, hatte AMB weiter mitgeteilt.

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