Geringere Umsatzerwartungen
Nokia kann noch auf seine Handys bauen

Der weltgrößte Handyhersteller Nokia hat seine Umsatzerwartung für das vierte Quartal gedämpft. Der Umsatz werde voraussichtlich 8,8 bis 9,0 Milliarden Euro betragen, teilte Nokia am Dienstag in Helsinki in seinem Zwischenbericht im vierten Quartal mit.

Reuters HELSINKI. Bisher hatte Nokia einen Umsatz von 8,9 bis 9,2 Milliarden Euro erwartet. Vor Jahresfrist hatte der Umsatz 8,8 Milliarden Euro betragen. Der Pro-Forma-Gewinn je Aktie werde voraussichtlich von 0,23 bis 0,25 Euro reichen, bekräftigte der finnische Konzern die bisherige Prognose. Vor einem Jahr hatte der Pro-Forma-Gewinn je Aktie bei 0,24 Euro gelegen.

Der Aktienkurs von Nokia fiel zunächst um 3,3 Prozent auf 17,34 Euro, erholte sich im Verlauf aber wieder. Die Ergebnisse von Nokia werden an den Finanzmärkten in der Regel mit Spannung erwartet, da der größte Mobiltelefon-Hersteller der Welt als Trendsetter für die Branche große Bedeutung hat. Zwei von rund fünf Handys, die weltweit verkauft werden, stammen aus der Nokia-Produktschmiede. Nach rasantem Wachstum in den vergangenen Jahren stagniert der Mobilfunkmarkt in diesem Jahr fast.

Während Nokia im Handy-Sektor für das vierte Quartal gegenüber dem Vorquartal steigende Pro-Forma-Margen erwartet, sind die Prognosen für die Netzsparte schlecht. Nach einer operativen Gewinnspanne von fünf Prozent im Vorquartal werde der Netzbereich im laufende Quartal voraussichtlich kein Geld verdienen. Zudem erwartet Nokia, in der Handysparte weltweit seinen Marktanteil zu erhöhen. Die operative Marge bei den Mobiltelefonen werde dagegen über das Vorquartalsniveau von 22 Prozent steigen. Bisher war Nokia dort von einer kaum veränderten Rendite ausgegangen. Insgesamt rechnet der finnische Konzern weiter mit einem weltweiten Handyabsatz von 400 Millionen im Gesamtjahr 2002. Am 23.Januar will Nokia seinen Bericht für das gesamte vierte Quartal vorlegen.

Händler sagten, wirklich unangenehme Überraschungen habe es nicht gegeben. Insgesamt seien die Erwartungen der Branche erfüllt worden, ohne dass etwas Spektakuläres in dem Bericht enthalten gewesen sei. Nach Einschätzung von Analysten stand auch der Erfolg der neuen Handys mit Farbmonitoren im Blickpunkt. Vor der Weihnachtssaison sei aber eher billige Massenware als teuere und aufwendige ausgestattet Luxus-Handys gesucht, teilte Nokia dazu mit.

Vor einer Woche hatte Nokia mitgeteilt, das Unternehmen erwarte für das Jahr 2003 lediglich ein branchenweites Handy-Absatzwachstum von zehn Prozent. Der gesamte Markt für Mobilfunk-Infrastruktur werde im kommenden Jahr um rund zehn Prozent schrumpfen.

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