Geringerer Quartalsgewinn
SEB im Rückwärtsgang

Der Gewinn der schwedischen Großbank SEB ist im ersten Quartal weniger stark als von Analysten erwartet gefallen. Niedrigere Kosten und ein unerwarteter Rückgang der Verluste aus dem Kreditgeschäft hätten den Gewinnrückgang begrenzt, teilte das in Deutschland mit der SEB AG vertretene Institut am Donnerstag in Stockholm mit.

Reuters STOCKHOLM. Die Erholung der Weltwirtschaft habe im ersten Quartal an Schwung verloren, hieß es. Die Aussichten für die Erholung der Weltwirtschaft seien noch unsicher. In Deutschland sei das Schlimmste vorbei, sagte SEB-Chef Lars Thunell.

Der Betriebsgewinn sei im Berichtszeitraum um elf Prozent auf 1,79 Mrd. Kronen (197 Mill. ?) gesunken, teilte die Bank weiter mit. Analysten hatten einen Rückgang um 15,6 % auf 1,70 Mrd. Kronen erwartet. Die Verluste aus dem Kreditgeschäft bezifferte die Bank mit 214 Mill. Kronen. Von Reuters befragte Analysten hatten einen Verlust von 331 Mill. Kronen prognostiziert. Die Kosten seien im ersten Quartal im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum um fünf Prozent gesenkt worden.

Bei der deutschen Tochter SEB AG, die mehr als ein Fünftel zu den Einnahmen der Mutter beiträgt, fiel im ersten Quartal der Netto-Gewinn auf 31,3 Mill. ? von 42,3 Mill. ? im Vorjahr. Unter Herausrechnung von Sondererträgen aus dem Verkauf einer Immobilie in Berlin im Vorjahr sei das Ergebnis stabil geblieben, teilte die SEB AG mit. Das anhaltend schwierige Marktumfeld habe die Ertragsseite der Bank belastet. Der Zinsüberschuss sei gesunken. Auch das Provisionsergebnis sei niedriger als im Vorjahr gewesen. Dagegen konnte den Angaben zufolge der Nettoabsatz im Fondsbereich gesteigert werden. Der Kurs der SEB-Aktien fiel am Donnerstag vormittag an der Stockholmer Börse um 2,4 % auf 80,00 Kronen.

Die SEB hatte vor drei Jahren die ehemals gewerkschaftseigene BfG-Bank in Frankfurt übernommen und firmiert in Deutschland als SEB AG.

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