Geringes Umsatzplus
Telia verfehlt Erwartungen der Analysten

Das größte skandinavische Telekom-Unternehmen Telia hat 2001 bei geringem Umsatzplus einen niedrigeren Gewinn erzielt als von Analysten erwartet.

Reuters STOCKHOLM. Telia-Vorstandschefin Marianne Nivert erklärte am Freitag, das schwierige Wirtschaftsumfeld werde die Geschäftsentwicklung beim schwedischen Konzern auch in diesem Jahr weiter dämpfen.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (Ebitda) habe sich auf 12,9 Mrd. Kronen (rund 1,4 Mrd. Euro) belaufen, teilte Telia mit. Analysten hatten für das abgelaufene Jahr mit einem Gewinn von 13,5 Mrd. Kronen gerechnet. Der Aktienkurs von Telia brach im frühen Handel zeitweise um mehr als acht Prozent auf 38,40 Kronen ein und belastete den Gesamtmarkt in Stockholm.

Der Konzernumsatz stieg im Jahresvergleich um sechs Prozent. Telias größter lokaler Konkurrent Tele2 hatte dagegen jüngst ein Umsatzplus von 54 % veröffentlicht. Im vierten Quartal lag das Ebitda bei Telia mit 3,1 Mrd. Kronen ebenfalls etwas unter den Expertenprognosen.

Telia, das anders als die europäische Konkurrenz nicht unter einer hohen Schuldenlast leidet, befindet sich nach Ansicht von Analysten am Scheideweg, nachdem Fusionsverhandlungen mit der finnischen Sonera und der dänischen TDC gescheitert waren. Zur Kosteneinsparung würden dieses Jahr weitere Stellen abgebaut, teilte Telia mit, ohne genaue Zahlen zu nennen. 2001 hat der Konzern vor allem durch den Verkauf von nicht zum Kernbereich gehörenden Geschäftsfeldern die Zahl der Beschäftigten um rund 17 % reduziert. Die Ebitda-Marge sank bei Telia im Gesamtjahr auf 22,6 % nach 24,2 % 2000. Bis Jahresende will das Unternehmen früheren Angaben zufolge die Marge auf 25 bis 30 % steigern.

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