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Gerling Globale erwartet von Sanierung 30 % Ergebnisplus

Die Gerling Rückversicherungs-AG, -Globale Köln, will 2001 die Sanierung fortsetzen und damit den Jahresüberschuss um 30 % verbessern. Wie Vorstandsvorsitzender Norbert Strohschen in Köln sagte, wird die Globale auch Geschäft aufgeben, wenn sich Prämienerhöhungen nicht durchsetzen lassen.

vwd KÖLN. Mit dem Geschäftsjahr 2000 zeigte sich Strohschen trotz 519 (450) Mio Euro Verlust in der Versicherungstechnik zufrieden. Der eigenem Bekunden nach weltweit sechstgrößte Rückversicherer steigerte den Konzernüberschuss dank Sondereffekten auf 100 (14) Mio Euro.

An die Gerling-Konzern Beteiligungs-AG werden 64 (29) Mio DM Dividende gezahlt. "Nach sieben dürren Jahren haben die Rückversicherer nun das Recht auf einen ordentlichen Schluck aus der Pulle", sagte Strohschen. Das Prämienniveau der Erstversicherer, besonders im Industrie- und deutschen Kraftfahrtgeschäft, sei nach wie vor unzureichend. Er erwarte, dass sich die Prämien für Naturkatastrophen 2001 zwischen 30 und 200 % erhöhten. Wegen des Milleniums seien 50 % der Verträge für zwei Jahre geschlossen worden, so dass erst 2001 Anpassungen möglich wären.

Im Wege der Sanierung soll die Gerling Globale 2002 ein ausgeglichenes Versicherungsergebnis erzielen. Die Eigenkapitalrendite soll sich langfristig von 7,1 (1,0) Prozent auf 15 % mehr als verdoppeln. Die Globale verbuchte 2000 brutto 5,2 (4,5) Mrd Euro Prämie. Die Hälfte des Zuwachses basiert nach Angaben des Unternehmens auf Währungseffekten. Für 2001 ist ein Prämienplus von vier Prozent auf 5,4 Mrd Euro geplant. Rund drei Viertel des Geschäftes stammten 2000 aus dem Ausland. Das margenreichere Lebenrückversicherungsgeschäft macht inzwischen wieder 21 (17) Prozent aus und soll auf 25 % ausgebaut werden.

Dabei will die Globale zum einen von der allgemeinen Marktentwicklung, zum anderen von Fusionen Dritter mit der Übernahme deren Portefeuilles profitieren. Die kombinierte Schaden-/ und Kostenquote betrug 2000 über alle Sparten hinweg netto 112,1 (112,4) Prozent. Nachlaufverluste aus Sturmschäden des Jahres 1999 von netto 33 Mill. Euro, eine hohe Anzahl von Kleinschäden und einige fakultative Großschäden hätten das Ergebnis gedrückt. Aus den Kapitalanlagen von 7,19 (6,25) Mrd Euro wurden netto 396 Mill. Euro (plus 26 %) laufende Erträge erwirtschaftet. Strohschen begründete den Anstieg mit Währungsgewinnen.

Die Gewinne aus dem Abgang von Anlagen haben sich zudem auf 130 (62) Mio Euro mehr als verdoppelt. Die Gruppe habe ihre versicherungstechnischen Rückstellungen auf netto 10,1 (8,6) Mrd Euro und das Eigenkapital auf 1,47 (1,32) Mrd Euro verstärkt.

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