"Germanisierung" des Managements in den USA
Kommentar: Bei Daimler-Chrysler hellt es sich in der Ferne auf

Für den DaimlerChrysler-Konzern ist dank der Genesungsfortschritte seines Sorgenkindes Chrysler, das sich schneller zu erholen scheint als gedacht, das Licht am Ende des Tunnels schon deutlich heller geworden.

Ein Chrysler-Betriebsverlust von "nur noch" 149 Mio EUR im zweiten Quartal 2001 statt der von großen US-Analystenhäusern befürchteten bis zu 700 Mio EUR hat bei den am Freitag veröffentlichten Zahlen die größte Überraschung bei den Marktbeobachtern ausgelöst. Und Konzernchef Schrempp hat es nun leichter mit seiner Prognose, dass der Konzern das Jahr 2001 mit einem um Einmaleffekte bereinigten Betriebsgewinn in der Bandbreite von 1,2 Mrd bis 1,7 Mrd EUR aufwarten kann. Im Vorjahr waren es allerdings immerhin noch 5,2 Mrd EUR.

Der Weg zum Tunnelausgang und damit zum Licht ist jedoch noch beschwerlich. Nicht nur muss Chrysler vollends wieder auf die Beine gestellt werden. Auch der Schwer-Lkw-Spezialist Freigthliner in den USA mitsamt seiner Nutzfahrzeuggruppe muss erst noch Tritt fassen - bei der anhaltenden, gravierenden Marktschwäche "drüben" ein schwierig zu lösendes Problem. Personell hat sich der Konzern aber - nach teils schmerzlichen Verabschiedungen - in den USA jetzt besser aufgestellt. Die zunehmende "Germanisierung" des Managements in den USA scheint nach anfänglichen Protesten der dortigen Belegschaften und der US-Gewerkschaften mittlerweile weniger krtisch gesehen zu werden.

Und schließlich ist auch noch die Sanierung des japanischen Partners Mitsubishi Motors auf die Reihe zu bringen. Das Trostpflaster ist wieder mal das Pkw-Geschäft mit der Marke Mercedes. Es brummt weiter, allen Konjunkturproblemen zum Trotz. Teils gegen rückläufige Märkte legten die Verkaufszahlen der Karossen mit dem Stern einmal mehr kräftig zu.

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