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Germanwings steigert Passagierzahl um 44 Prozent - Neue Ziele

Der führende deutsche Billigflieger germanwings nimmt Kurs auf neue Ziele. Im Ringen der Low-Cost-Carrier im umkämpften deutschen Markt will germanwings mit "aggressiven Preisen" sowie weiteren Destinationen und Standorten neue Kunden gewinnen.

dpa-afx KÖLN. Der führende deutsche Billigflieger germanwings nimmt Kurs auf neue Ziele. Im Ringen der Low-Cost-Carrier im umkämpften deutschen Markt will germanwings mit "aggressiven Preisen" sowie weiteren Destinationen und Standorten neue Kunden gewinnen. Für 2005 sei der Ausbau der Flotte auf bis zu 20 Flugzeuge angestrebt, sagte germanwings-Chef Joachim Klein am Dienstag in Köln. "Zu den Standorten Köln und Stuttgart prüfen wir noch mögliche Drehkreuze in Hamburg, Schönefeld, Nürnberg und Zürich".

Der Billigflieger Germanwings beförderte von Januar bis Oktober nach eigenen Angaben rund 2,8 Mill. Fluggäste. Dies entspreche einer Steigerung um 44 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr strebt Klein die Beförderung von 3,4 Mill. Fluggästen an. Im kommenden Jahr soll die Zahl auf 4,5 bis sechs Mill. gesteigert werden.

Wie das Unternehmen weiter mitteilte, hat sich der Umsatz seit Jahresbeginn um mehr als 50 Prozent erhöht. Der Sitzladefaktor habe sich um 2,2 Prozentpunkte auf 82,3 Prozent verbessert. Die Germanwings Gmbh ist eine 100-prozentige Tochter der Fluggesellschaft Eurowings Luftverkehrs AG, an der die Lufthansa 49 Prozent hält.

Schwarze Null Angepeilt

Nach einem Verlust von 13 Mill. Euro im vergangenen Jahr werde der Billigflieger in 2004 eine "schwarze Null" schreiben. Diese solle sich in einen unteren einstelligen Millionen-Bereich befinden. "Das hängt aber vom November ab", sagte Klein. Derzeit schlage beispielsweise der hohe Ölpreis mit monatlich bis zu 700 000 Euro zusätzlicher Kosten negativ zu Buche. Bei den Erlösen will germanwings sein gestecktes Umsatzziel in diesem Jahr mit prognostizierten 240 Mill. Euro um zehn Mill. Euro übertreffen. Zu den angestrebten Erlösen und Gewinnen im kommenden Jahr wollte Klein keine Details nennen.

"Wir werden durch aggressive Preise in den Markt gehen - und zwar mit einem großen Volumen an Günstig-Tickets von 19 Euro", sagte Klein. Dieses Volumen soll "nicht weniger als zehn Prozent" der Gesamtkapazität einer Maschine ausmachen. Konkrete Zahlen nannte Klein aber nicht. Zudem hat der Low-Cost-Carrier Landerechte für die Destinationen St. Petersburg, Kopenhagen, Toulouse, Catania und Birmingham angemeldet. "Wenn alles glatt geht, wollen wir diese Ziele zusätzlich ab Sommer 2005 in unser Angebot nehmen."

Flotte Soll Wachsen

Zudem soll die germanwings-Flotte erneut wachsen. "Wir haben von zehn Flugzeugen im Winter 2003 auf 15 im Winter 2004 aufgestockt", sagte Klein. Im kommenden Jahr soll der Maschinenpark bis zu 20 Flugzeuge umfassen. Der Ausbau der Internetplattform zu einem führenden Reiseprotal werde weitergehen. Derzeit besuchen rund 2,5 Millionen Menschen täglich die Seite des Billigfliegers, die nach den Worten Kleins mittlerweile eng mit Veranstaltern wie Thomas Cook und Tui verzahnt ist. "Im kommenden Jahr werden wir erneut kräftig wachsen mit Reiseveranstaltern, die Kontingente buchen", sagte Klein. Details wollte er nicht nennen.

Für Klein hat im Low-Cost-Segment mit dem Aus für die Billigflieger V-Bird aus den Niederlanden und dem Rückzug von Volareweb aus Italien aus dem deutschen Markt eine Konsolidierung begonnen. Klein zeigte sich zuversichtlich, dass germanwings im hart umkämpften Low-Cost-Carrieremarkt bestehen wird.

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