Gerster ist "nicht der Reserve-Wirtschaftsminister"
DGB-Chef geht Gerster hart an

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat sich für ein höheres Tempo beim Umbau der Bundesanstalt für Arbeit ausgesprochen und Behördenchef Florian Gerster vorgeworfen, wertvolle Zeit vertan zu haben. DGB-Chef Michael Sommer sagte der "Berliner Zeitung" (Donnerstag), "angesichts der Reformvorschläge, die schon frühzeitig vorlagen, hätte man in der bisherigen Zeit mehr machen können".

HB/dpa BERLIN. Er kritisierte auch die politischen Äußerungen von Gerster: "Der Chef der Nürnberger Behörde ist nicht der Reserve-Wirtschafts- oder Arbeitsminister."

Sommer warf dem seit einem Jahr amtierenden Gerster vor, die Mitarbeiter der Arbeitsämter anfangs mit Äußerungen demotiviert zu haben, wonach jeder zweite überflüssig sei. "Das schafft keine Bereitschaft, bei den notwendigen Reformen mitzugehen, das war ein großer Fehler." Im vergangenen Jahr sei es der Reform der Arbeitsämter nicht dienlich gewesen, dass Gerster "während der Beratungen der Hartz-Kommission meinte, den Ersatz-Hartz geben zu müssen", sagte Sommer. Gerster habe den Auftrag, die Bundesanstalt in einen modernen Dienstleister für Arbeitslose und für die Wirtschaft umzubauen. "Da soll er seinen Job machen, da hat er genug zu tun."

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