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Gerüchte nach Pander-Rücktritt in Wolfsburg

Der Rücktritt von Manager Peter Pander beim VfL Wolfsburg hat in der Volkswagenstadt Diskussionen und Gerüchte ausgelöst. Dabei fallen die Reaktionen auf das Aus des 52 Jahre alten Pander beim Bundesligaverein unterschiedlich aus.

dpa WOLFSBURG. Der Rücktritt von Manager Peter Pander beim VfL Wolfsburg hat in der Volkswagenstadt Diskussionen und Gerüchte ausgelöst. Dabei fallen die Reaktionen auf das Aus des 52 Jahre alten Pander beim Bundesligaverein unterschiedlich aus.

"Ich finde es schrecklich, dass der Mann jetzt allein der Sündenbock sein soll. Die Angriffe gegen den Manager waren unfair", sagte VfL-Trainer Erik Gerets. Ex-Fußballchef Wolfgang Heitmann, der nach dem Aufstellungsfehler mit dem Einsatz des gesperrten Marian Hristov im Pokalspiel bei den Amateuren des 1. FC Köln vehement den Rücktritt von Pander gefordert hatte, meinte: "Ich begrüße diese Entscheidung."

Die Gründe für Panders Aus werden jedoch in der Führungsetage der Volkswagen AG (VW) vermutet. Nach Informationen der "Wolfsburger Allgemeine Zeitung" soll VW-Chef Bernd Pischetsrieder nach dem Pokal-Fauxpas der Kragen geplatzt sein. Er soll den VfL-Aufsichtsratsmitglieder nahe gelegt haben, die Personalie Pander zu klären. Dies geschah nach einem Gespräch zwischen dem Vorsitzenden Lothar Sander und Pander. Der Manager soll um die Entbindung aus seinem bis zum 30. Juni 2008 laufenden Vertrag gebeten haben, das Gremium stimmte zu und Pander war entlassen. Zwei Mill. ? sollen ihm als Abfindung zustehen.

Nach dem Abgang des Managers brodelt die Gerüchteküche um die Nachfolge. Zunächst wird Geschäftsführer Klaus Fuchs den Posten übernehmen, doch mittelfristig wollen die "Wölfe" einen neuen Manager einstellen. Reiner Calmund, Thomas Helmer und Wolfgang Loos wurden bereits ins Gespräch gebracht. Der in Leverkusen ausgeschiedene Calmund dementierte jedoch erneut jede Verbindung zu den "Wölfen", Helmer bestreitet jeden Kontakt und Loos steht in Braunschweig unter Vertrag und will sich nicht zu Spekulationen äußern.

Schalke-Manager Rudi Assauer übte indes Kritik an seinem Kölner Kollegen Andreas Rettig: "Wenn das stimmt, dass er vorher von der Hristov-Sperre gewusst hat, dann finde ich die Sache schofelig." Assauer fügte in einem "Premiere-Interview" hinzu: "Ich finde es schon bedenklich, wenn ich den Sachverhalt kenne und auf etwas spekuliere." Rettig rechtfertigte sich dagegen im Deutschen Sportfernsehen (DSF): "Wir mussten abwägen, ob wir uns den Fair-Play-Preis von Wolfsburg holen sollen. Nicht alle hätten bei uns im Verein Verständnis dafür gehabt, wenn wir die Information Wolfsburg gegeben hätten."

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