Gerüchte über Saddams Tod
Ölpreis sackt weiter ab

Die Rohölpreise sind in New York und London angesichts des Vormarschs amerikanischer und britischer Truppen weiter gefallen. Innerhalb von zwei Wochen hat sich Brent-Öl damit um mehr als 10 Dollar gegenüber seinem kürzlich markierten Hoch über 34 Dollar verbilligt.

HB/dpa/rtr NEW YORK/LONDON. Hoffnungen auf ein rasches Ende des Irak-Krieges nach dem Beginn eines groß angelegtes Luftangriffs der US-Streitkräfte und Gerüchte über den Tod des irakischen Präsidenten Saddam Hussein haben den Ölpreis am Freitag weiter absacken lassen. Für ein Barrel (159 Liter) der führenden Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai wurden in London 24,21 Dollar und damit 1,29 Dollar weniger als am Vortag bezahlt. Zeitweise war der Preis bis auf 24,00 Dollar gefallen. Innerhalb von zwei Wochen hat sich Brent-Öl damit um mehr als 10 Dollar gegenüber seinem kürzlich markierten Hoch über 34 Dollar verbilligt.

Positiv auf die Stimmung am Markt habe sich nach Angaben eines Reuters-Reporters ein Bericht der BBC ausgewirkt, wonach Saddam wahrscheinlich beim ersten Luftangriff auf Bagdad getötet worden sei. Berichte über die Besetzung der wichtigen Faw-Halbinsel im Südosten Iraks durch britische Truppen trugen an den internationalen Ölmärkten mit zu den Preisabschlägen bei. Es handelt sich um eine große Exportregion mit wichtigen Ölpump-Anlagen. Meldungen von der Besetzung der südirakischen Stadt Umm Qasr durch US-Truppen stützten die internationalen Ölmärkte ebenfalls.

Der saudi-arabische Ölminister Ali Al-Naimi hatte versichert, dass sich die Ölproduktion und die Export seines Landes "im Einklang mit den gegenwärtigen Marktbedingungen befinden". Die Ölexporte und Verschiffungen liefen nach Plan. Saudi-Arabien wolle die Ölpreise und die Märkte trotz möglicher Behinderungen durch die Militäraktionen im Irak so stabil wie möglich zu halten.

Unterdessen bezeichnete der Iran jede Steigerung der Produktion der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) wegen des Irakkriegs ohne förmlichen Beschluss einer außerordentlichen Opec-Sitzung als illegal. Die beschlossenen Fördermengen seien verbindlich, erklärte das Teheraner Ölministerium nach einer Meldung der iranischen Nachrichtenagentur IRNA.

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