Gerüchte um Citibank
MLP nicht aktiv auf Investorensuche

Der Finanzdienstleister hat nach Angaben eines Sprechers keine Informationen über ein mögliches Übernahmeinteresse an MLP. Analysten halten eine Übernahme für unwahrscheinlich. Die MLP-Aktie legt auch heute deutlich zu.

rtr/vwd FRANKFURT. "Wir haben keine Informationen über ein mögliches Übernahmeangebot", sagte der Sprecher heute. Der Unternehmenssprecher betonte, dass es sich bei den Berichten um eine mögliche Übernahme des Finanzdienstleisters lediglich um Gerüchte handele. Daher wollte MLP diese weitergehend nicht kommentieren. MLP gehe auch nicht aktiv auf einen strategischen Investor zu. Die Großaktionäre von MLP, Bernhard Termühlen und Manfred Lautenschläger, wollten ihren Anteil von rund 48 Prozent auch nicht verkaufen, hieß es weiter.

Die Aktie von MLP, die in den vergangenen Wochen massiv unter Druck standen, hatten sich am Donnerstag deutlich erholt. Auch heute legte das Papier im frühen Handel erneut um knapp 17 Prozent auf 16,70 Euro zu. Im Markt hatte es unter anderem Gerüchte gegeben, dass möglicherweise die Citibank Interesse an MLP haben könnte.

Händler verwiesen zur Erklärung außerdem auf das niedrige Kursniveau bei MLP, das die Aktie attraktiv mache. Gestern hatte die Fondsgesellschaft der Deutschen Bank DWS mitgeteilt, sie halte die Aktie für interessant und kaufe derzeit.

Ein Sprecher der Düsseldorfer Citybank Privatkunden AG wollte sich zu den Spekulationen nicht äußern. Er unterstrich ebenfalls auf Anfrage, dass dies Marktgerüchte seien, die die Citybank grundsätzlich nicht kommentiere.

Analysten halten eine mögliche Übernahme für unwahrscheinlich. Dagegen spreche die Aktionärsstruktur, in der die Mitarbeiter, Berater und die Vorstände einfach zu viele Anteile hielten, meint Carsten Zielke von WestLB Panmure. Eine freundliche Übernahme könne dagegen theoretisch funktionieren, doch sei dies ebenfalls nicht wahrscheinlich. In in einem solchen Fall müsste zumindest Termühlen seine Anteile verkaufen. Nur dadurch könnte ein potenzieller Käufer die Aktienmehrheit erlangen. Doch identifiziere sich der Vorstand zu stark mit dem Unternehmen, um die Kontrolle abgeben zu wollen.

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