Gerüchte um Deutsche Bank
Schwache Konjunkturdaten belasten den Dax

Die deutschen Aktienmärkte haben am Freitag nach Veröffentlichung negativer Konjunkturzahlen in der Verlustzone geschlossen. Der Dax fiel um 1,33 % auf 4 513,53 Punkte.

dpa FRANKFURT/MAIN. Auch der MDax der 70 mittleren Werte gab um 0,26 % auf 4164,26 Punkte nach. "Der Handelstag stand ganz im Schatten der schwachen Konjunkturdaten", sagte Harald Gnade, Händler bei der Frankfurter Sparkasse 1822. So war der Ifo-Geschäftsklimaindex für Westdeutschland im September von 89,5 auf 85,0 Punkte gesunken. Dies ist der niedrigste Stand seit fast acht Jahren.

Schwächster Wert war das Papier der Deutschen Bank mit einem Verlust von 3,81 % auf 59,35 ?. Händlern zufolge kursieren auf dem Parkett Gerücht, wonach das größte deutsche Bankhaus eine Gewinnwarnung veröffentlichen wird. Ein Sprecher der Deutschen Bank wollte das Gerücht auf Anfrage nicht kommentieren. Dagegen legten die Titel der Hypovereinsbank trotz inzwischen dementierter Übernahmegerüchte durch die Münchener Rück um 2,86 % auf 33,12 ? zu und waren damit Tagessieger.

Auch die Technologiewerte standen im Minus, nachdem am Donnerstagabend Unternehmen wie Microsoft, Sun Microsystems und Corning vorsichtige Prognosen veröffentlicht hatten. Der Titel des Halbleiter-Herstellers Infineon fiel um 3,15 % auf 16,00 ?. Siemens gaben um 1,38 % auf 49,30 ? nach. Das Papier des Bauelemente-Herstellers Epcos notierte bei 47,80 ? - ein Minus von 1,85 %. Der Titel des Software-Herstellers SAP konnte die dramatische Abwärtsfahrt nach der Umsatzwarnung vom Vortag immerhin verlangsamen und sank um 0,63 % auf 111,30 ?.

Die Automobilwerte litten unter den negativen Konjunkturdaten, allerdings konnten sie zuletzt ihre Verluste eingrenzen. Die Aktie von VW fiel um 2,89 % auf 40,00 ?. DaimlerChrysler verloren um 1,77 % auf 37,77 ?. BMW notierten bei 33,17 ? - ein Minus von 0,69 %.

Lufthansa-Papiere gaben zum Wochenausklang um 1,73 % auf 11,90 ? nach. Ein erstes Krisengespräch zwischen Vorstand und Gewerkschaften war ergebnislos zu Ende gegangen. Alle Beteiligten seien sich einig gewesen, dass mit einer «kurzfristigen und nachhaltigen Erholung der Situation nicht gerechnet werden kann», hieß es.

Die europäischen Börsen tendierten schwach. Der Eurostoxx 50 fiel um 1,47 % auf 3406,94 Punkte. Auch die Börsen in London und Paris standen deutlich im Minus. Die Vorgaben von der Wall Street waren uneinheitlich: Der Leitindex Dow Jones fiel bis zum Nachmittag (Ortszeit) um 0,25 % auf 9141 Punkte. Dagegen drehte die US-Computerbörse Nasdaq im Tagesverlauf ins Plus und gewann 0,26 % auf 1657 Zähler.

Am Rentenmarkt notierte der Bund Future 0,20 % schwächer bei 109,99 Punkten. Der Rex stand nahezu unverändert bei 114,93 Zählern. Die Umlaufrendite wurde mit 4,37 % (Donnerstag: 4,41) Prozent festgestellt. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs des Euro auf 0,9009 (Donnerstag: 0,9026) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 2,1710 (2,1669) DM.

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