Gerüchte um geplante Kapitalerhöhung belasten weiterhin
Fiat-Aktie rutscht unter sieben Euro

Die Aktie des angeschlagenen Turiner Autokonzerns hat am Freitagmorgen an der Mailänder Börse mit 6,93 Euro einen neuen Tiefstand markiert.

HB/dpa/rtr ROM. Zum ersten Mal seit 1985 fiel die Fiat-Aktie damit unter die Marke von sieben Euro, die von Händlern als "psychologisch wichtig" bezeichnet wurde. "Es gibt heute eigentlich nicht Neues. Es ist nur Teil einer anhaltend schlechten Geschichte", sagte ein Aktienhändler zu den Kursverlusten. Anleger ärgerten sich in jüngster Zeit, dass im Zuge einer möglichen Kapitalerhöhung neue Aktien mit einen Preisnachlass von rund einem Drittel angeboten werden könnten.

Unterdessen traf sich das Fiat-Management in Turin, um die für das Wochenende geplante Reise von Präsident Paolo Fresco und Vorstandschef Alessandro Barberis in die USA vorzubereiten. Die Fiat - Spitze will sich in New York mit der Führung des US-Partners General Motors (GM) treffen. Bei den Gesprächen soll es auch um eine eventuelle Beteiligung von GM an der Kapitalerhöhung gehen. Der US- Riese ist mit 20 Prozent an Fiat beteiligt.

Die Fiat-Papiere verloren am Vormittag im Mailänder Handel zeitweise bis auf 6,92 Euro und setzten damit ihre Verlustserie der vergangenen acht Handelstage fort. Gegen 10.45 Uhr MEZ notierten die Aktien noch rund 1,4 Prozent im Minus bei 6,96 Euro, während der Gesamtmarkt im Plus lag.

Finanzprobleme und Verluste in der Autosparte hatten in den vergangenen Monaten bei Fiat immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Auch der Tod des Firmenpatriarchen Gianni Agnelli vor knapp einem Monat belastete das Unternehmen.

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