Gerüchte um Order von 50 Millionen Stücken
T-Aktie bringt "Bären" zum Schwitzen

Nachdem der Hongkonger Großaktionär Hutchison Whampoa gesagt hat, auf Grund des niedrigen Börsenkurses werde er seine verbliebenen 172 Millionen T-Aktien zunächst behalten, steigen Telekom um 7,88 Prozent auf 17,88 Euro.

vwd/rtr FRANKFURT/M. Hutchison hatte mit dem Verkauf von 44 Millionen T-Aktien durch die Deutsche Bank vor zwei Wochen für Aufsehen erregt, 7,5 Millionen davon könnten laut Händlern noch bei der Deutschen Bank liegen.

"Fundamental hat sich für die T-Aktie nichts geändert. Vor allem US-Aktienfonds decken sich zur Zeit mit Telekom Aktien ein.", so ein Händler. Diesbezüglich machten auch Gerüchte die Runde, wonach eine Order über 50 Millionen Stück aus der Schweiz bestehe. Auch wenn eine solche Order nicht über den Markt abgewickelt wird, "beflügelt sie doch auch den Parkett-Kurs der Telekom", sagte ein weiterer Frankfurter Händler.

Die T-Aktien haben seit Anfang August mehr als 30 Prozent an Wert verloren, nachdem bekannt geworden war, dass die Deutsche Bank im Auftrag von Hutchison ein großes Paket T-Aktien verkauft hatte. Der Kurs sei nach dieser Transaktion derart stark gefallen, dass man nun annehmen könne, das Schlimmste bei dem Titeln sei vorbei, sagte Jürgen Röthig Metzler Equity Research in Frankfurt. "Ich glaube die Aktie ist fundamental um Mitte 20 Euro gut bewertet." Er glaube, dass die Zeit für Risikofonds, die auf fallende Kurse spekulieren und in der T-Aktie ein "gefundenes Fressen" sahen, vorbei sei.

Nach Meinung von Händlern haben Hedge-Fonds extrem große Stückzahlen von T-Aktien verkauft, ohne sie besessen zu haben. Sie kämen nun ins Schwitzen. Händler verweisen auch auf auf negative Zeitungsberichte zur T-Aktie. Die ehemals euphorische Stimmung sei tiefer Depression gewichen. Diese wiederum sei oftmals das Zeichen, dass an der Börse das Schlimmste bereits vorüber sei.

Das gelte in Ansätzen auch für den Gesamtmarkt. Auch hier hätten die "Bären", also Pessmisten, zuletzt große Positionen auf fallende Kurse aufgebaut. Die Stimmung sei aber umgeschlagen, auch weil der Konzern für Infrastruktur im Internet-Bereich Cisco völlig überraschend von einer Stabilisierung des Geschäfts gesprochen hat.

Desweiteren bestätigte das Investmenthaus Goldman Sachs die Papiere der Deutschen Telekom auf ihrer "Recommended List" für Europa.

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