Gerüchteküche brodelt
Ursache des Flugzeugabsturzes bleibt rätselhaft

Die Ursache des Flugzeugabsturzes in Luxemburg ist einen Tag nach dem Unglück weiter ungeklärt. Experten werteten am Donnerstag noch die Daten des Flugschreibers aus.

Reuters LUXEMBURG. In Folge des Absturzes starben 20 der 22 Menschen an Bord der Maschine. In den Medien war spekuliert worden, dass das Flugzeug in einem Vogelschwarm geraten sein könnte. Ein französischer Passagier überlebte nach Angaben der Fluggesellschaft Luxair leicht verletzt; der Pilot erlitt schwere, aber nicht lebensgefährliche Verletzungen. An Bord der zweimotorigen Maschine aus Berlin waren auch 15 Deutsche. Familienangehörige der Opfer aus Deutschland reisten zum Absturzort, wo sie zum Gedenken an ihre Verwandten Blumen niederlegten.

Im Anschluss war ein Trauergottesdienst in Roodt-sur-Syr geplant, an dem auch der deutsche Verkehrsminister Manfred Stolpe teilnehmen sollte. Die Polizei in Berlin teilte mit, fünf der Toten stammten aus der Hauptstadt. Es handele sich um vier Deutsche und einen Luxemburger mit Berliner Wohnsitz. Auch der verletzte Franzose habe in Berlin gelebt.

Das Flugzeug war in dichtem Nebel fünf Kilometer vom internationalen Flughafen des Großherzogtums entfernt nahe einer Ortschaft auf ein Feld gestürzt. "Wir standen mit dem Flugzeug in Kontakt, plötzlich brach dieser jedoch ab", sagte ein Luxair-Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. Der Verkehrsminister von Luxemburg, Henry Grethen, sagte: "Was wir wissen ist, dass der Pilot kein Notsignal gesendet hat." Trotz des Nebels seien kurz vor der Maschine aus Berlin fünf andere Flugzeuge sicher gelandet, sagte der Minister. Reporter hatten am Mittwoch berichtet, dass über der Absturzstelle in der Einflugschneise des Flughafens zahlreiche Schwärme hinwegzogen.

Der Absturz ist der erste in der 40-jährigen Geschichte der Fluggesellschaft Luxair. Das Flugzeug sei seit 1991 im Einsatz und noch am Vortag technisch überprüft worden, teilte das Unternehmen mit. An der Luxair ist die deutsche Lufthansa mit 13 Prozent beteiligt. 36,5 Prozent der Firmenanteile gehören dem Staat Luxemburg, die anderen Anteile verteilen sich auf private Unternehmen und die Luxair-Gruppe.

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