Gesamte europäische F+E bleibt in Nürnberg
Lucent erwartet für 2003 leichten Gewinn

Die deutsche Tochter des krisengeschüttelten Telekommunikations-Ausrüsters Lucent Technologies erwartet für 2003 die Rückkehr in die Gewinnzone.

HB/dpa NÜRNBERG. "Wir sind uns einig, dass im nächsten Jahr wieder die Profitabilität zu erreichen ist", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung von Lucent Technologies Deutschland, Hans Huber, am Dienstag in Nürnberg. Auch weltweit rechnet Lucent Technologies für 2003 mit schwarzen Zahlen.

Vor allem für das erste Quartal 2003 erwartet Huber größere Investitionen der Telefonfirmen. Viele Unternehmen hätten ihre Investitionen im zu Ende gehenden Jahr aus bilanz-technischen Gründen aufgeschoben. Diese würden im Januar und Februar nachgeholt. "Mit verstärkten Investitionen, etwa in die UMTS-Technik, rechnen wir allerdings erst im Jahr 2004", sagte Huber.

Derzeit sei das Unternehmen bereits UMTS-Lieferant für die spanische Telefongesellschaft Telefonica. Darüber hinaus betreibe Lucent Technologies in Nürnberg ein UMTS-Test-Netz, in dem Kunden geplante Anwendungen erproben könnten, erläuterte Vize-Chef Rainer Fechner.

Im zu Ende gehenden Jahr war der Deutschland-Umsatz als Folge stark gesunkener Telekommunikations-Investitionen stark eingebrochen. Er sank nach Hubers Angaben von 1,827 Milliarden Euro auf 860 Millionen Euro. Allerdings waren im Umsatz von 2001 noch die Erlöse mehrerer verkaufter oder aufgelöster Geschäftsbereiche enthalten. Bereinigt um solche Einmaleffekte sei der Umsatz um 20 Prozent gesunken, betonte der Vorstand.

Huber geht davon aus, dass mit Abschluss der Neustrukturierung auch der Arbeitsplatzabbau in Deutschland ein Ende hat. Bis zum 31. März 2003 soll die Zahl der Beschäftigten in Deutschland auf 1700, am Standort Nürnberg auf 1500 sinken. Noch bis vor einem Jahr waren allein in Nürnberg rund 2400 Menschen bei Lucent Technologies beschäftigt gewesen.

Trotz des schwierigen Jahres, das hinter dem Standort liege, habe sich das amerikanische Mutterunternehmen ausdrücklich zu Nürnberg bekannt. Ein positives Zeichen sei die Entscheidung der Konzernzentrale, die gesamte europäische Forschungs- und Entwicklungsarbeit für optische Produkte in der nordbayerischen Großstadt zu konzentrieren. Nürnberg sei damit wichtigster Lucent- Entwicklungsstandort außerhalb der USA.

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