Gesamtergebnis auf Vorjahresniveau in Aussicht
WestLB verdient operativ weniger im ersten Halbjahr

Deutschlands größte öffentliche Bank, die Westdeutsche Landesbank Girozentrale (WestLB) hat im ersten Halbjahr operativ weniger verdient als im Vorjahreszeitraum. Nach Risikovorsorge und Bewertung habe sich ein Betriebsergebnis von 385,4 (Vorjahr 6/12 436,2) Mill. ? ergeben. Für 2001 stellte das Institut ein Gesamtergebnis auf Vorjahresniveau in Aussicht.

rtr DÜSSELDORF. Das Ergebnis nach Steuern wurde mit 385,4 Mill. ? beziffert. Der Vergleichswert des Vorjahres von 372,3 Mill. ? wurde durch Aufwendungen aus dem Engagement bei der WPS WertpapierService-Bank AG in Höhe von 63,9 Mill. ? belastet.

In den ersten sechs Monaten sank das Handelsergebnis nach den Angaben auf 235,8 (252,9) Mill. ?. Der Zinsüberschuss habe sich auf 1,296 (1,187) Mrd. ? verbessert. Der rückläufige Provisionsüberschuss in Höhe von 420,7 (540,3) Mill. ? reflektiere die schwache Entwicklung an den Wertpapiermärkten, hieß es weiter.

Auf veränderte Haftungsgrundlagen eingestellt

"Für das gesamte Jahr erwarten wir - wie von uns budgetiert - eine stabile Ergebnisentwicklung", zitiert der Bankkonzern den scheidenden WestLB-Chef Friedel Neuber. 2000 hatte die WestLB einen Netto-Gewinn von 497 Mill. ? und ein Betriebsergebnis nach Risikovorsorge von 921 Mill. ? ausgewiesen.

Die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft mit veränderten Haftungsgrundlagen habe das Institut gestellt. Mit der in Brüssel getroffenen Entscheidung seien die Voraussetzungen für eine zügige Umgestaltung der Bank geschaffen worden. "Starke Standbeine bleiben Spezialfinanzierungen und der Handel", so Neuber weiter. Mitte Juli hatten sich die Bundesregierung und die Europäische Kommission nach jahrelangem Streit um staatliche Garantien für deutsche Landesbanken und Sparkassen geeinigt. Die Gewährträgerhaftung soll künftig gestrichen und die Anstaltslast so modifiziert werden, dass sie im Einklang mit dem EU-Recht steht. Das Modell der WestLB sieht eine Aufspaltung des Instituts in eine öffentlich-rechtliche Muttergesellschaft und eine kommerzielle Tochtergesellschaft vor.

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