Gesamtetat geht leicht zurück
Bundesliga-Manager sehen Existenz der Liga bedroht

Wird die Bundesliga zugrunde gehen? Drei Viertel der Bundesliga-Manager sehen in den sinkenden Einnahmen "existenzgefährdende Probleme". Vor allem Borussia Dortmund und der 1. FC Kaiserslautern müssen beim Etat kräftig sparen.

HB DÜSSELDORF. Zu wenig Eigenkapital und eine gesunkene Kreditwürdigkeit bei den Banken zwingen die 18 Top-Clubs zur Einführung oder Fortsetzung von Spar-Programmen. So haben auch die Etatzahlen vor der 42. Bundesliga-Saison leicht nachgegeben - eine Tatsache, die früher undenkbar gewesen wäre. Für die am 6. August beginnende Spielzeit kalkulieren die Vereine mit insgesamt 581,7 Millionen Euro (2003/2004: 596,2 Millionen Euro). Das ergab eine dpa-Umfrage.

Vor allem Borussia Dortmund ist zum Sparen gezwungen und senkt den Gesamtetat gewaltig. Die Borussen speckten allein bei den Personalkosten von 57 Millionen Euro auf unter 40 Millionen Euro ab. "Noch im Januar hat man uns prophezeit, die Lichter würden ausgehen", sagte Gerd Niebaum, nachdem bei den Westfalen letztlich "jeder sein Geld bekommen hat", wie der BVB-Präsident sich ausdrückte. Der 1. FC Kaiserslautern - ebenfalls auf Sparkurs - kalkuliert nach einer zwischenzeitlichen Beinahe-Zahlungsunfähigkeit nur noch mit Ausgaben für den Lizenzspieler-Bereich von 16,5 Millionen Euro.

Ähnlich wie Meister Bremen (plus 10 Millionen Euro Etatansatz im Vergleich zu 2003/2004), Borussia Mönchengladbach und Hannover 96 (beide plus rund 7 Millionen) stockte Hertha BSC seinen Sockel um 5,5 Millionen auf den Rekordetat von 54,7 Millionen Euro auf. Die Erhebungen basieren auf Vereinsangaben und geben als größte Posten die Gehälter wieder.

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