Geschäft soll ausgebaut werden
Merck will eigene Produkte in Japan vertreiben

Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck wird in Kürze in Japan den Vertrieb eigener Pharmaprodukte starten.

Reuters FRANKFURT. Als erstes Produkt solle dort im zweiten Halbjahr die weltweit unter dem Namen "EpiPen" vertriebene Adrenalin-Fertigspritze zum einmaligen Gebrauch gegen allergische Reaktionen eingeführt werden, bestätigte ein Unternehmenssprecher am Freitag einen entsprechenden Bericht der "Financial Times Deutschland" (Freitagausgabe). "Damit rechnen wir uns in Japan gute Chancen aus", sagte der Sprecher. Bislang stehe in Japan die Zulassung für EpiPen noch aus, sie werde aber für die zweite Jahreshälfte erwartet.

Einen großen Schritt im Pharmageschäft in Japan erwartet Merck in einigen Jahren vor allem mit seinen neuen Krebsprodukten. "Den richtigen Schub sollen onkologische Produkte ab 2006/2007 bringen", wurde Klaus Diehl, Präsident von Merck Japan, in dem Zeitungsbericht zitiert. Bislang mache das Pharmageschäft nur einen geringen Teil des Geschäfts in Japan aus, ergänzte der Merck-Sprecher. Den Großteil erwirtschafte der Konzern mit Pigmenten und Flüssigkristallen, wie etwa Farbwechselpigmente für Automobile. Zudem laufe das asiatische Flüssigkristallgeschäft weitgehend über Merck Japan. Nur etwa vier Prozent des Umsatzes von Merck Japan entfallen derzeit auf das Pharmageschäft, etwa 85 % auf Flüssigkristalle und Pigmente.

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