Geschäft zieht an
Intel zeigt sich optimistisch für Deutschland

Der Deutschland-Chef der Intel Corp. ist zuversichtlich, dass das Halbleiter-Geschäft hier zu Lande im Herbst wieder anzieht. "Ich bin optimistisch, da die Lagerbestände abgebaut sind", sagte Jürgen Thiel am Wochenende auf der Funkausstellung in Berlin.

jojo BERLIN. "Es gibt erste Anzeichen, dass die Unternehmen wieder investieren", erläuterte der Manager des weltgrößten Chipherstellers im Gespräch mit dem Handelsblatt.

Seit Jahresbeginn ist der Absatz von Halbleitern rund um den Globus eingebrochen. Die meisten Firmen, darunter auch die Siemens-Tochter Infineon AG, sehen derzeit noch keine Besserung.

Viele Unternehmen müssten jetzt ihre Hardware austauschen, sagte Thiel, da nach den Arbeiten zum Jahr-2000-Problem wenig investiert worden sei. Die Hälfte aller Einnahmen von Intel in Deutschland stammen von Firmenkunden. Das US-Unternehmen gibt zwar keine Zahlen für Deutschland bekannt. Wie bei den meisten hier vertretenen US-High-tech-Firmen ist die Bundesrepublik aber einer der wichtigsten Märkte.

Im Privatkunden-Geschäft erwarten die Amerikaner neue Impulse durch die Vernetzung der Unterhaltungselektronik mit Computern, wie sie derzeit auf der Funkausstellung vorgeführt wird. Viele mit Digital-Kameras aufgenommene Bilder und Filme werden mit Hilfe von neuen, leistungsfähigen Chips von Intel am Computer bearbeitet. "Wir registrieren immer mehr Zweit- und Drittkäufe von PCs und Notebooks", sagt Thiel mit Blick auf das hohe Potenzial in diesem Markt für Intel.

Als Partner einer Chipfabrik in Frankfurt/Oder investieren die Kalifornier derzeit erstmals auch in eine Produktionsstätte in Deutschland. Für das 3 Mrd. DM teure Vorhaben sucht die Deutsche Bank allerdings seit Monaten nach weiteren Investoren, da Intel lediglich als Minderheitsaktionär einsteigen will. Obwohl Intel offiziell voll hinter dem Projekt steht, war im Umfeld des Unternehmens schon Verärgerung über die brandenburgische Politik zu vernehmen.

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