Geschäftsausbau im Reich der Mitte
Roland Berger expandiert in China

Der deutsche Unternehmensberater Roland Berger baut sein China-Geschäft aus. Bis 2005 soll das Team von heute 60 auf dann rund 180 Mitarbeiter wachsen.

mg PEKING. Im vergangenen Jahr legte das Geschäft der Strategieberater in China um 108 % zu - weltweit wuchs Roland Berger gerade einmal um 18 %. "In diesem Jahr wollen wir wieder um 60 % wachsen und haben das Ziel im ersten Quartal erreicht", sagt Berger.

Bei seinem jüngsten Chinabesuch zeigte sich der Unternehmensberaters zuversichtlich, dass das Reich der Mitte die Belastungen aus dem WTO-Beitritt im Dezember meistern kann. "Das wird knirschen", sagt Berger über Anpassungsprobleme der oft zersplitterten und rückständigen lokalen Industrien, "aber die Summe aus politischem Wollen und individuellem Ehrgeiz wird reichen." In den wichtigen Branchen wie der Autoindustrie rechnet er mit erheblichen Anpassungsproblemen. Denn viele kleine Anbieter werden aus dem Markt ausscheiden, ausländische Hersteller die Beschaffung stärker nach außerhalb Chinas vergeben.

Berger schließt sich der wachsenden Kritik an der chinesischen Statistik, die Beobachter für manipuliert halten, nicht an. "Ich habe hier den Eindruck von Boomtown", sagte er in Peking dem Handelsblatt. Berger spricht diese Woche mit wichtigen Kunden. Über 80 % des Umsatzes, berichtet er, kommt von lokalen Firmen. Je 40 % davon stammen aus Beratung für Firmen, die restrukturieren oder wachsen wollen, 20 % aus der beginnenden Internationalisierung der chinesischen Wirtschaft. Gute Noten gibt Berger der chinesischen Regierung für den Finanzsektor. "Hier waren sie konsequent", bestätigt er.

Seit einem halben Jahr sieht der Unternehmensberater eine deutliche Beschleunigung des Beratungsgeschäfts in China. Als Grund nennt er weniger den bevorstehenden WTO-Beitritt als den positiven Einfluss der Kapitalmärkte. Denn dort platziert die Regierung derzeit zahlreiche ihrer Firmen.

Quelle: Handelsblatt

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