Geschäftsbereich Ortsgespräche schwächelt
Verizon streicht weitere 10 000 Arbeitsplätze

Der US-Telefonkonzern Verizon Communications Inc. will weitere 10 000 Stellen streichen. Das kündigte Konzernchef Ivan Seidenberg an. Der größte Teil der Arbeitsplätze solle durch natürlich Fluktuation wegfallen.

wsj/su/hus NEW YORK. Von den 247 000 Mitarbeitern des Konzerns mit Sitz in New York kündigten jährlich etwa zwei bis drei Prozent ihre Stelle, sagte ein Firmensprecher. Das sei schon ein großer Teil der 10 000 Arbeitsplätze, die wegfallen sollen. In welchem Umfang Verzion durch die Stellenkürzungen Kosten einsparen will, sagte Verizon-Chef Seidenberg nicht.

Die schwache Konjunktur und der Preiskampf machen den US-Telefonkonzernen schwer zu schaffen. Seidenberg sagte, der Konzern sehe zwar noch keine Anzeichen einer Verbesserung der wirtschaftlichen Situation, bleibe aber bei seiner Vorhersage für das laufende Geschäftsjahr. Der regionale Telefonanbieter erwartet einen Gewinn von 3,20 $ bis 3,30 $ je Aktie bei einem Umsatz von 69,2 bis 70,6 Mrd. $. Wegen der noch schwachen Konjunktur werde der Umsatz im zweiten Halbjahr wohl höher liegen als im ersten, sagte Seidenberg.

Im vergangenen Jahr hatte Verizon bereits rund 29 000 Stellen gestrichen; darunter 16 000 Vollzeitjobs und 13 000 Teilzeitjobs. Der Konzern hatte vor allem bei Überstunden und bei externen Dienstleistungen wie Verpflegungs- und Sicherheitsdiensten gekürzt. In diesen Bereichen sind nach Einschätzung des Unternehmens kaum weitere Streichungen möglich.

In diesem Jahr sollen vor allem im langsam wachsenden Geschäftsfeld mit Ortsgesprächen Stellen wegfallen. Dieses traditionelle Segment sei zur gleichen Zeit von der schwachen Konjunktur und alternativen Angeboten wie Mobilfunk und schnelleren DSL-Leitungen betroffen. In den Wachstumssegmenten DSL und Ferngespräche sollen dagegen keine Arbeitsplätze abgebaut werden.

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