Geschäftsbereiche überlappen sich kaum
Presse: Lloyds will Fusion mit Deutscher Bank

Der britische Finanzkonzern Lloyds TBS will nach Informationen des "Independent on Sunday" mit der Deutschen Bank fusionieren. Lloyds-Chef Peter Ellwood setze dabei auf den designierten Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann, berichtete die britische Zeitung.

dpa-afx LONDON. Ein Sprecher von Lloyds TBS bestätigte dem "Independent", dass es im Sommer schon einmal Fusionsverhandlungen gegeben habe. Im Moment liefen aber keine Gespräche. Die früheren Verhandlungen sind nach Informationen der Zeitung vor allem daran gescheitert, dass der derzeitige Deutsche Bank-Chef Rolf Breuer auf Frankfurt als dem Hauptsitz des Gemeinschaftsunternehmens beharrt habe. Außerdem habe es Differenzen über die Management-Struktur der Gruppe gegeben. Doch nun gebe es Bestrebungen, Breuer dazu zu bewegen, seinen für Mai geplanten Rücktritt vorzuziehen. Bei einem Treffen mit 50 Spitzenmanagern sei Breuer am vergangenen Wochenende stark kritisiert worden.

Nach Einschätzung des "Independent" ließen sich Lloyds TBS und die Deutsche Bank sehr gut kombinieren, da sich ihre Geschäftsbereiche kaum überlappten. Analysten wiesen außerdem darauf hin, dass Ellwood 2003 in Pension gehen werde. Das eröffne die Möglichkeit, dass er zunächst für einen eng begrenzten Zeitraum die Führung des Gesamtunternehmens übernehme und dann für Ackermann Platz mache. Die von Lloyds TBS geplante Übernahme der britischen Abbey National war kürzlich am Einspruch der britischen Wettbewerbshüter gescheitert.

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