Geschäftsbericht verzögert
Adva Optical senkt Umsatzprognosen für 2001

Der Glasfasernetz-Spezialist ADVA AG Optical Networking hat seine Umsatzerwartungen für das laufende Jahr nach unten geschraubt. Für 2001 werde nun mit einem Umsatz von 110 Mill. bis 120 Mill. Euro gerechnet, teilte die am Neuen Markt notierte Gesellschaft am Montag mit.

Reuters HANNOVER. Noch im Februar hatte Adva 125 bis 135 Mill. Euro in Aussicht gestellt. Von Reuters befragte Analysten prognostizierten für 2001 einen Umsatz von durchschnittlich 129,58 Mill. Euro. Das operative Ergebnis soll Adva zufolge 2001 wie erwartet positiv ausfallen. Allerdings seien in dieser Prognose keine Ausgaben für Aktienoptionen, Abschreibungen auf Anlagegüter aus Akquisitionen und Firmenwertabschreibungen enthalten.

Bis Montagmittag fiel die im Blue Chip-Index Nemax 50 notierte Adva-Aktie in einem deutlich festen Gesamtmarkt um mehr 20 % auf ein neues Tief von 10,54 Euro.

Auch Adva leidet unter schwacher US-Wirtschaft

Das sich abflachende Wirtschaftswachstum in den USA werde auch an Adva nicht spurlos vorübergehen, teilte die Gesellschaft weiter mit. "Trotz zunehmendem Erfolg im Geschäft mit Telekommunikationsanbietern erwartet Adva eine deutliche Verzögerung von Investitionsentscheidungen bei Unternehmenskunden in 2001 aufgrund der anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheit in den USA und in Europa", erklärte Finanzvorstand Andreas Rutsch. Er kündigte "unverzügliche Maßnahmen zur weiteren Steigerung von Profitabilität und Effizienz" an. Denn trotz weiterer Investitionen in den Aufbau eines direkten Vertriebs für Telekommunikationsanbieter strebe Adva 2001 ein ausgeglichenes Pro-Forma operatives Ergebnis an.

Wegen der schwierigen Konsolidierung von vier im Jahr 2000 erworbenen Unternehmen verzögere sich die Vorlage des Geschäftsberichts für das vergangene Jahr. Die für Montag in Hannover geplante Bilanzpressekonferenz werde auf den 28. April verlegt, die Hauptversammlung werde am 13. Juni in Meiningen statt finden, teilte der Anbieter glasfaseroptischer Übertragungssysteme weiter mit.

Rutsch hatte vor drei Wochen einen operativen Verlust von bis zu zwei Mill. Euro für 2000 angekündigt. Analysten sagten einen Verlust vor Steuern und Zinsen (Ebit) von 1,6 Mill. bis 2,4 Mill. Euro voraus. Den Umsatz hat Adva nach früheren Angaben im Jahr 2000 auf 68,1 (22,9) Mill. Euro in etwa verdreifacht.

Feldversuch mit neuem Stadtnetz

Zusammen mit der Quante Netzwerke GmbH (QNG) und der Hannoverschen Telekommunikations- und Netzgesellschaft mbH (HTN) kündigte Adva auf der Computermesse CeBIT in Hannover den Start eines gemeinsamen Feldversuchs für den Einsatz der Fiber Service Platform 3000 (FSP 3000) mit Stadtnetzbereich an. Zudem sollen künftig kosteneffektive breitbandige Datendienste bis 2,5 Gigabit pro Sekunde für die Anbindung von Netzbetreibern sowie Großkunden im Wirtschaftsraum Hannover bereitgestellt werden.

Adva ist eigenen Angaben zufolge ein weltweit führender Anbieter optischer Netzwerklösungen. Diese ermöglichten es Telekommunikationsanbietern im Metrobereich und Unternehmen, Hochgeschwindigkeitsdaten-, Datenspeicher-, Video- und Sprachdienste kosteneffektiv zu nutzen.

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